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Greifswald Der Favorit nutzt seine Standards
Vorpommern Greifswald Der Favorit nutzt seine Standards
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00:01 04.12.2017

Der Greifswalder FC hat sich am vorletzten Spieltag die inoffizielle Herbstmeisterschaft in der Fußball-Verbandsliga gesichert – durch einen klaren 4:0-Erfolg im Derby gegen Schlusslicht SV Görmin. Vor gut 240 Zuschauern stand gestern am Ende zwar ein souveräner Sieg, doch war die Leistung des Tabellenführers über 90 Minuten recht schwankend.

Roland Kroos fand dann nach dem Abpfiff auch klare Worte: „Uns gelang zu wenig aus dem Spiel heraus. Drei Standards führten zu drei Toren. Positiv schlug zu Buche, dass wir keine Gefahrenmomente durch den Gegner zugelassen haben. Am Ende zählen die drei Punkte, die aber keinesfalls Zufriedenheit auslösen, denn Zufriedenheit heißt Stillstand“, sagte der GFC-Coach.

In der Anfangsphase näherten sich die Gäste zweimal dem Greifswalder Gehäuse, ohne allerdings Torgefahr zu erzielen. Der erste Greifswalder Angriff führte zu einem Grundliniendurchbruch von Mike Bütterich, dessen Hereingabe wehrte Markus Rogee auf Kosten eines Eckballs für den GFC ab. Im Anschluss sprang der Ball dem Görminer Philipp Meinzer an den hochgerissenen Oberarm. Den folgenden Elfmeter verwandelte Frank Rohde zur frühen 1:0-Führung für die Hausherren.

Die zogen in der Folge das Spiel immer mehr an sich. Viel Laufeinsatz und präzise scharfe Zuspiele ließen den Görminern wenig Chancen auf einen Ballgewinn. Vor allem über die Außenpositionen erzwang der Greifswalder FC viel Torgefahr. Der sehr ballsichere Ryo Miyazaki war von Görmins Abwehr schwer zu stellen. In dieser Phase setzte Frank Rohde den Ball nach guter Vorarbeit von Miyazaki aus Nahdistanz neben das Tor, dann rettete Frank Schult nach einem Schuss Miyazakis auf der Linie.

Nach 16 Minuten war es aber doch so weit. Nach einem Eckball von Marco Kröger stieg Velimir Jovanovic am höchsten und köpfte zum 2:0 ein. Die Gäste fanden kaum Mittel, um gefährlich bis an den Greifswalder Strafraum zu kommen. Ein Fernschuss von Nico Martens weit über das Tor war die nennenswerteste Angriffsaktion. Mitte der ersten Halbzeit verhinderte Torwart Matthias Passow mit einer Glanzparade nach einem Kopfball von Maxim Banaskiewicz den dritten Greifswalder Treffer.

Kurz nach dieser Aktion landete ein direkt getretener Freistoß von Frank Rohde auf der Lattenoberkante. Der Favorit verschärfte in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs noch mal das Tempo konnte aber gute Chancen von Miyazaki, Bütterich und Jovanovic nicht in Tore ummünzen. Auch die erste Großchance nach vier Minuten in der zweiten Halbzeit ließ der GFC durch Jovanovic ungenutzt.

Der SV Görmin agierte in der Abwehr dichter am Gegner und konnte somit das Greifswalder Angriffsspiel neutralisieren. Co-Trainer Stefan Damm, der den erkrankten Chefcoach Achim Schult vertrat, merkte nach dem Abpfiff an: „In der Abwehr haben wir gut gestanden. Drei Standard-Gegentore brachten Greifswald verdientermaßen in Vorhand. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen.“

Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel. Görmin verteidigte mit vollem Einsatz und Greifswald fand nicht zum flüssigen Kombinationsfußball der ersten Hälfte zurück. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff brachte ein erneuter Standard die Entscheidung. Nach einem Eckball von Marco Kröger sorgte Patrick Henkel mit einem sehenswerten Flugkopfball für das 3:0. Trotz des klaren Rückstandes gaben die Gäste nicht auf. Domenike-Steven Meyer brachte einen Freistoß in den Greifswalder Strafraum, und Markus Rogee schoss knapp daneben.

Zwei Minuten vor dem Abpfiff setzte Markus Rogee den Ball nach guter Vorarbeit von Meyer an den Pfosten des Greifswalder Tores. Mit einem tollen Spielzug des Greifswalder FC in der Schlussminute endete das Spiel. Max Kruse passte zu Jovanovic, der ließ mit einer exzellenten Körperdrehung die Görminer Abwehr ins Leere laufen und bediente Frank Rohde, der zum 4:0-Endstand traf.

Trotz des letztlich standesgemäßen Erfolgs stand für Roland Kroos fest: „Im letzten Hinrundenspiel in einer Woche beim Rostocker FC ist eine Steigerung nötig, um dort erfolgreich zu sein“, forderte der Coach eine bessere Leistung.“

Greifswalder FC: Barz – Berger, Henkel, Bütterich, Miyazaki (78. Kruse), Kröger, Olszar (66. Effland), Rohde, Banaskiewicz (71. Gellentin ), Lösel, Vojanovic.

SV Görmin: Passow – Martens, Piper (46. E. Schulz ), F. Schult, Rogee, Lüttjohann (16. Steinicke), Meinzer, Meyer (74. Pallas), C. Schultz, Konyha, Hildebrand.

Tore: 1:0 Rohde (4./Handelfmeter), 2:0 Jovanovic (16.), 3:0 Henkel (75.), 4:0 Rohde (90.).

Ralf Scheunemann

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