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Der Ryck soll wieder brennen

Vorpommerns größtes maritimes Volksfest: Veranstalter erwarten 50 000 Besucher zum Fischerfest Der Ryck soll wieder brennen

Drei Tage, vier Bühnen, 200 Künstler. Nur die Gaffelrigg bereitet Sorge.

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Höhepunkt am Sonnabend: der Auftritt des Sängers Sebastian Hämer.

Greifswald. Das Fischerfest am kommenden Wochenende macht in diesem Jahr seinem Namen alle Ehre: Endlich beteiligen sich auch wieder die Wiecker Fischer. Seit 2009 boykottierten sie die Veranstaltung aus Protest gegen die Fangquotenvorgaben der Europäischen Union.

Zurück im Programm ist auch das Abschlussspektakel „Ryck in Flammen“, allerdings in veränderter Form. Im vergangenen Jahr konnte die Fahrt von mehreren Segelschiffen und bis zu 20 beleuchteten Booten von der Wiecker Brücke in den Greifswalder Bodden hinaus nicht mehr stattfinden, weil der Ryck durch den Bau des Sperrwerks verengt ist. Deswegen beschloss 2012 die Multimediashow „Brückenlichter“

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Zwei Wahrzeichen des Fischerfestes: das Riesenrad und die von Gästen bevölkerte Wiecker Klappbrücke.

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das Fest. Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Wiecker Brücke. Viele Besucher kritisierten im Nachhinein eine schlechte Sicht. Diesmal gibt es zwischen Wiecker Brücke und Sperrwerk mehrere schwimmende Inseln, von denen eine Feuerwerks-Choreographie gezündet wird. Auf eine Länge von 300 Metern wird der Ryck in ein Lichtermeer verwandelt.

Das Volksfest wartet 2013 mit noch mehr Neuerungen auf. So wird es einen Drachenboot-Triathlon geben, bei dem es auf Geschwindigkeit und Geschicklichkeit ankommt. Neu ist auch die Suche nach dem Showtalent MV (siehe Kasten). Sportliche Klassiker wie Ryckhangeln oder Boddenschwimmen sind ebenso mit dabei. „Beim Programm haben wir darauf geachtet, dass es vor allem die jungen Leute anspricht“, sagt Stadtsprecherin Bärbel Lenuck. „Das Fischerfest ist für viele Weggezogene ein Grund, mal wieder herzukommen und zum Beispiel alte Klassenkameraden zu treffen.“ Als Höhepunkte des Programms auf den vier Bühnen nennt sie die Auftritte der Hannoveraner Band Marquess, die südländisches Flair verbreitet, und das Konzert der Latino-Popper Hot Banditoz um Sänger Silva Gonzalez, der Anfang des Jahres im Dschungelcamp auf RTL zu sehen war. Stargast des Fischerfestes ist der Musiker Sebastian Hämer, der in Prerow (Landkreis Vorpommern-Rügen) aufwuchs. Seine soulige Stimme wird häufig mit der von Xavier Naidoo verglichen.

Sorgen hingegen bereitet die Ausfahrt der Traditionsschiffe — die Gaffelrigg. „In diesem Jahr wird es wohl die geringste Teilnehmerzahl geben“, prophezeit Volker Pesch, Vorsitzender des Museumshafenvereins. Grund: Mehreren alten Seglern könnte der Status Traditionsschiff aberkannt werden. Zwar hat das Bundesverkehrsministerium eine Verlängerung der bisher gültigen Betriebserlaubnis um zwei Jahre für die betroffenen Schiffe angekündigt. Allerdings sperrt sich die Berufsgenossenschaft Verkehr gegen diesen Schritt. Einige der Segler, beispielsweise die „Lovis“, können nach derzeitigem Stand nicht an der Ausfahrt teilnehmen. Andere dürfen keine zahlenden Gäste mit an Bord nehmen. Auch wenn die Situation frustrierend ist, hat Pesch die Hoffnung, dass „bis zum nächsten Wochenende wieder alles anders“ sein könnte.

Der Eintritt zum Fest wurde um 50 Cent auf drei Euro angehoben. Mit dem Ticket können Besucher beliebig oft mit den Bussen aller Stadtlinien kostenfrei nach Wieck und Eldena pendeln. Grund für die Erhöhung: gestiegene Betriebskosten.

Wer wird das Showtalent 2013?
Greifswald sucht das Supertalent: Nach dem Vorbild einschlägiger Casting-Shows im Fernsehen wird auch in der Hansestadt während des Fischerfestes nach Unterhaltungskünstlern gesucht. Auf der Sonnentanz Festival Bühne am Treidelpfad sollen Talente in den Kategorien Instrumentaldarbietung, Showtanz, Gesang, Artistik, Zauberei und Comedy ihr Können zeigen. Auch andere Einlagen, etwa Schauspiel oder Bauchreden, sind möglich. Eine dreiköpfige Jury und die Länge des Applauses entscheiden über den Erfolg. Zu gewinnen gibt es 100 Euro und die Möglichkeit eines weiteren Auftritts auf der Bühne. Der Veranstaltungsservice Melody organisiert schon seit rund zehn Jahren regionale Castings in Anklam. 2011 wurde die damals elfjährige Kim Aileen

das Showtalent MV und war anschließend in der Show „My Name is“ auf RTL 2 zu sehen. Auch die Greifswalder Sängerin Isabell Schmidt konnte, ein Jahr nach ihrer Teilnahme beim Showtalent 2011, den zweiten Platz in der Fernsehsendung „The Voice of Germany“ belegen.

Anmeldung: ☎ 03 83 78 / 49 72 49,

kontakt@melody-nord.de

 

Kai Lachmann

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Greifswald
Besuchermagnet in Vorpommern: das Greifswalder Fischerfest.

Das Greifswalder Großereignis lockt mit vielen Neuheiten, darunter einem umgestalteten „Ryck in Flammen“.

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