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Greifswald Deutsche Ölwerke Lubmin: Es läuft wie geschmiert
Vorpommern Greifswald Deutsche Ölwerke Lubmin: Es läuft wie geschmiert
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00:26 03.05.2018
Mitarbeiter Ralf Dähne achtet darauf, dass die Schmieröle akkurat in die Behältnisse gefüllt werden. FOTOS (3): CORNELIA MEERKATZ
Lubmin

Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro, Vergrößerung des Firmengeländes um 2,5 Hektar für weitere Tanklager, Verkauf der Produkte in 40 Länder der Welt, Arbeit in zwei Schichten: Bei den Deutschen Ölwerken läuft’s wie geschmiert.

15 Millionen Euro wurden investiert – aber Personalbestand wird reduziert

So sieht es jedenfalls Geschäftsführer Andre Westphal. „Wir haben am Standort Lubmin eines der modernsten Schmierölwerke Deutschlands mit einem logistisch idealen Platz“, sagt er. Von der Produktion über Abfüllung, Etikettierung und Versand erfolge alles aus einer Hand, die Rohstoffe und fertigen Produkte könnten dank des Gleisanschlusses sowohl per Bahn, per Schiff oder auf dem Lkw an- und ausgeliefert werden. Das mittelständische Unternehmen stellt 50000 Tonnen Schmierstoffe pro Jahr her. Die Produktpalette umfasse 430 verschiedene Produkte, darunter Pkw-, Lkw- und Traktorenöle sowie Racing- und Getriebeöle, so Westphal. Stark wachsend sei der „Private Label“-Bereich. Er ermögliche den Kunden, ihr Produktprogramm mit eigener Marke auf dem nationalen oder internationalen Markt zu integrieren. Durch die hauseigene Produktkonzeption könnten immer wieder neue Produkte entwickelt werden, die Kundenwünschen entsprechen.

Der Großteil der Investitionen ist laut Westphal bereits realisiert worden: Die neue Logistikhalle mit 4850 Lagerplätzen sei in Betrieb, das Tanklager sei erheblich vergrößert worden, um Rohstofftanks, Abfüll- und Endmischlagertanks, was die Herstellung erheblich verbillige. Außerdem gebe es zwei neue vollautomatische Abfüllanlagen und weitere Labortechnik, um die erforderlichen Qualitätsuntersuchungen jederzeit durchführen zu können. „Dank der modernen Technik können die Prozesse nun viel effizienter gestaltet werden“, sagt Westphal.

Dass sei auch der Hauptgrund, warum nach und nach 15 Mitarbeitern gekündigt wird. „Vieles, was früher Handarbeit war, erledigen jetzt Maschinen“, erklärt dazu der Geschäftsführer. Auch viele Transportwege würden entfallen, da die bislang in Anklam, Greifswald und Lubmin angemieteten Lagerflächen dank der neuen Logistikhalle nicht mehr benötigt würden.

Von einer Massenentlassung, die einen Sozialplan erforderlich mache, könne nicht die Rede sein. „Zumal wir andere, hoch qualifizierte Fachkräfte gleichzeitig einstellen“, meint der Firmenchef.

Aktuell würden drei Mitarbeiter für den Außendienst gesucht. Die Deutschen Ölwerke Lubmin haben nach Westphals Worten dann an die 80 Mitarbeiter. Das sei nicht gerade ein Zeichen dafür, dass es dem Unternehmen schlecht gehe. Zudem seien auch gerade neue Sozialräume für die Belegschaft fertiggestellt worden.

„Wir sind sehr um unsere Mitarbeiter bemüht“, sagt Westphal. Obwohl man nicht zum Tarifverbund gehöre, werde der Tarif des Groß- und Außenhandels gezahlt, die Kosten für Weiterbildungen übernommen.

Es gebe Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen und eine betriebliche Altersversorgung. Zum Gesundheitsmanagement des Unternehmens gehörten verschiedene Angebote für die Mitarbeiter: Rückenschule, Massage, Lauftraining. Wer effektiver arbeiten wolle, dürfe gerade den Aspekt gesunder und motivierter Mitarbeiter nicht außer Acht lassen. Das sei Firmenphilosophie.

Noch nicht in Bau ist der neue Schiffsanleger – eine Rohrleitung, die die Rohstoffe direkt vom Schiff im Industriehafen in die Produktion bringt und die erhebliche Transportwege einsparen wird. „Wir warten auf die Genehmigung durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Sobald sie da ist, beginnen wir“, verkündet der Geschäftsführer.

Wenn die Investition abgeschlossen sei, werde sich auch entscheiden, ob weiterhin in zwei oder vielleicht sogar drei Schichten gearbeitet werden muss. „Um die Arbeit am Sonnabend werden wir angesichts der riesigen Nachfrage nicht herumkommen“, erklärt Andre Westphal.

Cornelia Meerkatz

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