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Greifswald Deutschlerner im Drachenboot
Vorpommern Greifswald Deutschlerner im Drachenboot
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00:01 28.07.2016
Raus auf den Ryck: Zum Abschluss des Schuljahres unternahmen die Schüler eine Tour im Drachenboot. Quelle: Mandy Jenning

Ein intensives Schuljahr ist zu Ende. Nach vielen Monaten des Deutschlernens an der Beruflichen Schule des Landkreises Vorpommern-Greifswald haben sich auch die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern eine große Pause verdient.

Zum Abschluss organisierten die Sozialpädagogen einen gemeinsamen Exkursionstag der Fachgymnasiasten und der Flüchtlinge zum Drachenbootfahren am Ryck. Zwei Boote wurden zu Wasser gelassen, Rettungswesten für alle ausgeteilt und nach einer kurzen Einweisung befanden sich rund 30 Schüler mit beiden Steuermännern auf dem Wasser.

Dabei wurde die Grundregel der Gleichheit an Bord aus den Augen verloren, denn nicht jeder verstand das Prinzip vom einheitlichen Paddelschlag für einen maximalen Erfolg. So ging der sportliche Charakter zwar eher unter, aber dafür gewann der Spaß die Oberhand. Nach einer rund einstündigen Tour endete der Tag mit gegrilltem Hähnchenfleisch und Gesprächen aller Beteiligten.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten die Schulsozialpädagogen den Flüchtlingsklassen grundlegendes Wissen darüber vermittelt, wie denn der Schulalltag in Deutschland funktioniert. Denn all das, was deutschen Schüler beigebracht wird, ist natürlich auch für das Leben der geflüchteten Jugendlichen in Deutschland wichtig.

Da kommen viele Fragen auf, die beantwortet werden sollen und müssen. So zum Beispiel: Welchen Beruf möchte ich später einmal ausüben? Was brauche ich dazu? Welcher Schulabschluss ist notwendig und reicht mein Zeugnis aus Syrien? Wozu brauche ich eine Bewerbung und wie schreibe ich die überhaupt?

Viele theoretische Dinge, die in dem Verständnis der Heranwachsenden noch unklar sind. Doch gerade weil es so unterschiedliche Schwierigkeiten gab und noch geben wird, war es den Pädagogen so wichtig, den Kontakt mit den deutschen Jugendlichen herzustellen. Die Zwölftklässler unterstützen gemeinsam mit ihren Lehrern des Fachgymnasiums die Arbeit mit aufklärenden Gesprächen unter Jugendlichen.

Gastbeitrag von Mandy Jenning, Sozialpädagogin an der Berufsschule Vorpommern-Greifswald

OZ

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