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Greifswald Diagnose Krebs: Alex kämpft wie ein Löwe
Vorpommern Greifswald Diagnose Krebs: Alex kämpft wie ein Löwe
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04:01 09.03.2018
Alexander Donner (vorne links) im Kreise der Laufmützen und der Mitarbeiter der Versicherung. Quelle: Foto: Henrik Nitzsche
Heringsdorf

Der 26. Oktober 2017 hat das Leben von Alexander Donner verändert. Krebs, lautete die Diagnose vom Arzt. Ein bösartiger Tumor steckt in seinem Körper – der 25-jährige Heringsdorfer ist am Hodgkin-Lymphom erkrankt. „Meine Mutter war dabei, als ich die Nachricht bekam. Sie hat geweint. Ich habe nur gedacht, so ein Scheiß.“ Doch Alex, wie ihn seine Freunde nennen, kämpft wie ein Löwe. Er ist jung, sportlich und ein begnadeter Läufer. Und quasi der Mann der ersten Stunde von den Laufmützen Usedom.

Die Krankheit

Das Hodgkin-Lymphom ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems. Die Erkrankung macht sich durch schmerzlose Schwellungen von Lymphknoten bemerkbar, begleitend können sogenannte B-Symptome auftreten. Die Behandlung erfolgt mit standardisierten Therapieschemata durch eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung.

Seit knapp drei Jahren treffen sich Läufer, Nordic Walker und Bambinis allmonatlich zu lockeren Läufen an jeweils einem anderen Ort und mit unterschiedlichen Veranstaltungspartnern. Alle Einnahmen (Startgelder, Spenden) gehen an den Förderverein Kinderhospiz „Leuchtturm“ in Greifswald. So auch die 1500 Euro, die von Martin Vaßmer von der Niederlassung Neuhof der Mecklenburgischen Versicherung nun stellvertretend an Christina Kämmerer übergeben wurden. Mit dabei war auch Alexander Donner. Er ist von der Chemotherapie gezeichnet. „Ich habe 20 Kilogramm zugenommen. Mein sportliches Tagespensum musste ich natürlich runterschrauben“, sagt der Heringsdorfer, der sich im Kreise der grünen Shirts – das Markenzeichen der Laufmützen – wohlfühlt. „Das ist eine richtig schöne Truppe.

Bei den Läufen triffst du immer wieder neue Leute“, so Alex, der Mitte Februar mit der Chemo durch war. Noch in dieser Woche soll mit der Bestrahlung begonnen werden.

„Wir sind alle sehr betroffen. Auch wenn ihm das Laufen sehr schwer fällt im Moment, er ist trotzdem bei unseren Läufen dabei. Für uns ist es wichtig, dass er weiß, dass wir alle ihm ganz fest die Daumen drücken für den Therapieerfolg und er auf unsere Hilfe, auf offene Ohren und Herzen immer vertrauen kann“, sagt Christina Kämmerer. „Wir wollen mit unserer Initiative auch Leute erreichen, die sich alleine und isoliert fühlen, die mit der Last ihres Schicksals oder einer Krankheit nicht den Mut oder die Kraft finden, sich in der Gemeinschaft Rückenstärkung zu holen. Bei uns geht es nicht um Meisterleistungen im Sport, sondern nur darum, ein oder zwei Stunden Herzlichkeit zu finden und eine Weile davon zu zehren.“ Alex war Kämmerers Azubi als Hotelkaufmann und einer der ersten Begleiter auf den Läufen. „Er war verdammt schnell bei unseren Usedom-Marathon-Staffeln.“

Vier Stunden Sport am Tag – für Alexander Donner war das früher Pflicht. Zum Laufen kommt noch seine Liebe zum Kampfsport, speziell Tai-Jitsu. Der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio ist auch heute noch drin. „Aber meist gehe ich hin, um mit den Leuten zu quatschen. Ein bisschen Bankdrücken, das war es dann aber auch. Mehr Leistung ist einfach nicht drin“, meint Alex. Er hat den 28. März 2018 im Blick: „Das ist mein letzter Bestrahlungstermin. Daumen drücken, dass ich dann den Krebs besiegt habe.“ Schließlich will sich der junge Insulaner noch einen großen Traum erfüllen: „Im Kampfsport einmal einen Weltmeistertitel holen.“ Und Touren mit den Laufmützen soll es ja auch geben.

Henrik Nitzsche

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