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Greifswald Die Comic-Erzähler aus der Kollwitzschule
Vorpommern Greifswald Die Comic-Erzähler aus der Kollwitzschule
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00:01 03.06.2017
Stolz auf ihr Werk: Die Kinder aus der 2b der Käthe-Kollwitz-Schule in Greifswald mit ihrer Lehrerin Stefanie Bercher. Quelle: Foto: Sybille Marx
Greifswald

„Bernhard“ nennen die Schüler ihn, ihren abenteuerlustigen Einsiedlerkrebs, der als Comic-Held die Schule schwänzt und vor lauter Übermut in Gefahr gerät. „Auf den Namen sind wir gekommen, weil der Einsiedlerkrebs auf Lateinisch ’Bernhardus’ heißt“, erklärt Zweitklässler Timm von der Käthe-Kollwitzschule in Greifswald.

Schon dieses Detail macht deutlich: Er und die anderen Kinder aus der Klasse 2b haben sich bei ihrer Comicgeschichte etwas gedacht. Und so überzeugend haben sie es dargestellt, dass eine Jury des Landes MV entschied: Diese Schüler verdienen den Medienkompetenzpreis des Landes.

„Wir konnten es kaum fassen“, erzählt Lehrerin Stefanie Bercher. Denn um diesen Preis hätten sich auch viele beworben, insgesamt 52 Projekte. Doch nun steht sie da auf einem Schrank im Klassenraum:

die schillernde Schatztruhe, die die Schüler in Rostock abholen durften, plus 500 Euro Preisgeld.

Ein genauso großer Schatz dürfte aber die Erfahrung sein, die sie beim Recherchieren, Basteln und Texten sammelten. „Ich wollte, dass die Kinder im Internet recherchieren und fächerübergreifend etwas lernen“, erklärt die Lehrerin. So lasen sie etwa Eigenarten des Einsiedlerkrebses im Internetlexikon Wikipedia nach. Bei der Kinder-Uni in Greifswald informierten sie sich über Tiefseebewohner und von einem Youtube-Video guckten sie sich ab, wie man einen Krebs aus Papier faltet – Origami. „Jedes Kind sollte mit so einem Origamikrebs ein Bild gestalten und dazu eine Geschichte erzählen“, berichtet Stefanie Bercher. Die Ergebnisse seien dann so originell gewesen, dass sie beschloss: „Diese Geschichten müssen wir aufschreiben und zu einem Comic machen!“ Mithilfe des Computerprogramms Power Point gestalteten die Schüler in Kleingruppen jeweils eine Seite aus dem Comic.

Über zwei, drei Monate saßen die Schüler immer wieder an ihrem Werk. Ihre pfiffige, charmante Geschichte erzählt nun ganz nebenbei auch noch, wie gefährlich Plastikmüll für Meeresbewohner werden kann. „Wir hoffen, dass jetzt nicht mehr so viele Leute ihren Müll ins Meer werfen“, sagt Anne.

Sybille Marx

OZ

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