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Die Montessorischule plant ihren zweiten Neubau

Greifswald Die Montessorischule plant ihren zweiten Neubau

2022 sollen die ersten Schüler im Ostseeviertel ihr Abitur ablegen können

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Im Sommer 2013 nahm die Montessorischule ihren Neubau am Gedser Ring in Besitz. Darin befindet sich auch ein Raum für die Naturwissenschaften. Lehrer Norbert Liedtke im Bild mit den Neuntklässlern Antonia Hammermayer, Mascha Lange, Pauline Lutze, Tanja Wöller und Floriane Werner.

Quelle: Foto: Peter Binder

Greifswald. Dreieinhalb Jahre nach der Einweihung ihres neuen Hauses plant die Montessorischule im Ostseeviertel erneut einen Erweiterungsbau. Auf dem zwei Hektar großen Schulhof am Gedser Ring soll bis Sommer 2019 für rund 3,5 Millionen Euro ein Viergeschosser entstehen. „Den genauen Standort klärt der Schulträger, der Verein Aktion Sonnenschein MV, derzeit über eine Bauvoranfrage bei der Hansestadt“, berichtet Schulleiter Nils Kleemann.

OZ-Bild

2022 sollen die ersten Schüler im Ostseeviertel ihr Abitur ablegen können

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Hintergrund ist der Aufbau einer gymnasialen Oberstufe. Können Schüler hier bislang nur den Abschluss der beruflichen und mittleren Reife erwerben, sollen sie künftig auch die Möglichkeit erhalten, das Abitur abzulegen. „Doch wir wollen keinen Schnellschuss“, betont Kleemann. Abiturprüfungen sollen erstmals die jetzigen Siebtklässler absolvieren können – das wäre dann im Jahr 2022. „Die ersten Gespräche zum Konzept gab es mit dem Elternrat im Mai vergangenen Jahres. Im Oktober fiel schließlich die Entscheidung“, berichtet der 48-Jährige.

Damit wächst die Montessorischule innerhalb weniger Jahre rasant. Einst als kleine Grundschule konzipiert, später um die Orientierungsstufe 5/6 ergänzt, gab es im Schuljahr 2012/13 erstmals eine 7.

Klasse. Wurden in der Vergangenheit nur jährlich 40 Erstklässler aufgenommen, stieg deren Zahl mit dieser Erweiterung auf 60. Dennoch konnten nach wie vor nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Hinzu kam der Elternwille, den Kindern eine Schulzeit ohne Brüche zu ermöglichen. Zwar suchte und fand die Aktion Sonnenschein im staatlichen Humboldtgymnasium einen Partner, der den reformpädagogischen Ansatz weiter verfolgte. „Doch die Kooperation hat nicht mehr die Tragfähigkeit wie in der Vergangenheit. Es gibt für uns keine Planungssicherheit. Deshalb wollen wir jetzt einen eigenen Weg gehen“, verdeutlicht Kleemann.

Die Montessorischule biete Eltern klare Strukturen, eine langfristige Planung und somit Verlässlichkeit. Jahrgangsübergreifender und projektbezogener Unterricht mit vielen Partnern hätten sich bewährt, ebenso die von Anfang an gelebte Integration. Die Folge: Aus der kleinen Grundschule mit 240 Schülern entwickelte sich eine Integrierte Gesamtschule mit derzeit 500 Kindern und Jugendlichen.

Und mit dem Aufbau der gymnasialen Oberstufe wächst das Haus auf etwa 720 bis 750 Schüler an.

„Eine Schule von der ersten Klasse bis zum Abitur war immer der Wunsch vieler Eltern“, sagt Elternratsvorsitzende Verena Nauck. Kleemanns Vorhaben treffe deshalb im Gremium, das stets alle Veränderungen immer kritisch begleitet habe, auf großen Zuspruch. „Ich bewundere seine Energie und seinen Mut, sich dieser Herausforderung zu stellen“, wertschätzt Nauck, deren neunjährige Tochter die 4. Klasse besucht. Zwei ihrer älteren Kinder mussten in der Vergangenheit noch die Schule verlassen. Weil nach der 6. Klasse Schluss war, wechselten sie ans Humboldtgymnasium. Jetzt herrsche an der Schule erneut eine Aufbruchstimmung, „alle sind sehr engagiert. Dabei wird es nicht leicht“, so Nauck. Allein der landesweite Lehrermangel stelle ein Problem dar.

Kleemann indes gibt sich optimistisch. „Zurzeit sind wir mit Lehrern gut aufgestellt. 35 gehören zum Team, wobei nicht alle Vollzeit arbeiten. Aber natürlich brauchen wir Verstärkung, wollen am Ende auf 40 bis 50 Kollegen kommen.“ Diese Entwicklung brauche Zeit, auch deshalb werde nichts überstürzt. Um die Oberstufe in der Perspektive zweizügig mit etwa 40 Schülern pro Jahrgang zu gestalten, soll es künftig mehr Siebtklässler geben. Aktuell lernen in der 7. Stufe 36 Schüler, ihre Zahl soll sich auf etwa 60 erhöhen. Das Konzept sehe eine klare räumliche Trennung der einzelnen Jahrgangsstufen vor: Die Klassen 1 bis 3 bleiben im angestammten Haus am Helsinkiring, die Klassen 4 bis 9 im 2013 fertiggestellten Neubau. Und die Klassen 10 bis 12 sollen das geplante Haus in Besitz nehmen, das mit einer Fläche von 2200 Quadratmetern für etwa 160 Schüler konzipiert wird.

Petra Hase

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