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Greifswald Die Opernale ist heute in Berlin
Vorpommern Greifswald Die Opernale ist heute in Berlin
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00:01 13.12.2017
Die Sänger in Aktion: Barbara Ehwald, Claudia Roik, Ferdinand Keller und Lars Grünwoldt (v.l.) werden in Berlin auftreten. Quelle: Foto: Opernale, Christian Rödel
Jager

Die heutige Weihnachtsgala in der Ländervertretung von Mecklenburg-Vorpommern in Berlin wird dieses Jahr vom Verein Opernale in Jager ausgerichtet. Titel:

Der Verein wird zur Visitenkarte von Mecklenburg-Vorpommern und präsentiert eine Weihnachtsgala

„Ding Dong! Merrily on high“. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Henriette Sehmsdorf, der Künstlerischen Leitung, wie es dazu kam, was die Gäste sehen werden und wie es mit der Opernale weitergehen wird.

Wie kam es dazu, dass die Opernale-Macher die Gala in Berlin ausrichten?

Henriette Sehmsdorf: Kontakt gab es bereits vorher aufgrund eines Auftritts im Zusammenhang mit der Frauenbeauftragten. Es sollte ein Aperitif der Opernale geben. Leider wurde dies abgesagt. Als im Oktober nun der Veranstalter der Gala selbst absagte, kam man auf uns zu. Nun sind wir natürlich sehr stolz, da es ein Zeichen hohen Vertrauens ist. Wir bekommen dort sehr viel Aufmerksamkeit und sind die Visitenkarte MVs.

Werden die drei Frauen aus der Inszenierung im Lutherjahr auch in der Hauptstadt dabei sein?

Es wird zwar eine Verbindung zur Opernale geben, aber es wird kein Ausschnitt. Das wäre auch nicht sonderlich weihnachtlich.

Was wird denn in der Ländervertretung geboten und werden Sie auch zu sehen sein?

Vier Künstler aus unserem Ensemble werden für ein schönes Programm sorgen. Ich selbst werde im Kostüm der Alwine Wuthenow auftreten und zwei unveröffentlichte Gedichte von ihr auf Platt vortragen.

Das Kostüm ist eine pommersche Tracht und sorgt für eine besondere Atmosphäre.

Zum Ende der diesjährigen Opernale hieß es, die Zukunft des Festivals stehe auf der Kippe. Wird es denn weitergehen?

Das Festival wird es geben, wenn wir genügend Arbeitsstellen schaffen können. Bis jetzt haben wir alles ehrenamtlich organisiert. Nun ist der Arbeitsaufwand aber so groß geworden, dass wir das nebenbei nicht mehr schaffen. Regelmäßige Aufgaben, wie die Verträge der Künstler und Buchungen müssen einfach bezahlt werden. Leider haben wir noch niemanden gefunden, der nicht nur unsere Projekte, sondern den Verein unterstützt.

Gibt es eine Lösung?

Die Opernale wird vorerst als Institut weitergeführt. Das Festival ist ein wichtiger Bestandteil. An Ideen und Zustimmung dafür fehlt es uns nicht. Wir gehen inhaltlich auch eine Oper für 2019 an.

Dafür müssen aber vorher die Strukturen und Räumlichkeiten geschaffen werden. Der Platz für die Maske und der Lagerraum für die Kostüme ist zum Beispiel einfach zu klein. Wir arbeiten aber daran.

Wird es dann nächstes Jahr nichts von Ihnen zu sehen geben?

Doch, wir werden eine Reihe von Weihnachtskonzerten anbieten. Diese werden ähnlich wie Wohnzimmerkonzerte sein. Da jedoch die Finanzierung fehlt, müssten die Unkosten von den Veranstaltern getragen werden.

Interview: Christin Tute

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