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Greifswald Die Opernale ist zurück
Vorpommern Greifswald Die Opernale ist zurück
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10:26 26.11.2018
Die Opernale-Macher veranstalten in der Adventszeit eine Reihe von Weihnachtskonzerten. Los geht es am Freitag in Greifswald. Quelle: Stefan Gloede
Greifswald

In diesem Jahr haben sich Henriette Sehmsdorf und ihre Mitstreiter rar gemacht, die letzte Aufführung liegt mehr als 13 Monate zurück. Aber nun steht es fest: Ihr erfolgreiches Spektakel im Greifswalder Dom war kein Abgesang. Die Opernale – das Opernfestival im ländlichen Norden – ist zurück, wird im Dezember mit einer Reihe von Weihnachtskonzerten die Adventszeit versüßen, bevor sie 2019 wieder auf Tour geht.

„Ding Dong! Meryl on high – Weihnachten mit der Opernale“ nennen die Künstler ihre Veranstaltung, mit der sie bereits im vorigen Jahr viel Applaus in der Landesvertretung MV in Berlin einheimsten. Zu schade für eine Eintagsfliege. Deshalb gelangt das Programm nun auch auf pommersche Bühnen, wird in Greifswald, ebenso wie in Loitz, Stahlbrode, in Stralsund, Wolgast und anderswo zu erleben sein. „Bekannte Klänge aus Volkslied, Oratorien und Oper, präsentiert von Gesangssolisten des Opernale-Ensembles und Texte pommerscher Autoren von Alwine Wutenow bis Hans Fallada lassen ein stimmungsvolles Bild tradierter Weihnachtsbräuche entstehen“, sagt Leiterin Henriette Sehmsdorf.

Der Auftakt am 30. November im Greifswalder Kulturbahnhof hat zudem das Motto „Opernale Krautfunding“. „Hier erwartet die Besucher neben dem Konzertprogramm auch ein gediegenes Drei-Gänge Menü rund um das Saisongemüse Kraut“, verrät Sehmsdorf und fügt hinzu: „Diese spezielle Variante des Crowdfunding richtet sich an Freunde der Opernale, die musikalische und kulinarische Genüsse verbinden möchten.“ Darüber hinaus können Liebhaber anspruchsvoller Kunst aber auch weiterhin die Opernale-Aktie erwerben. Denn eines ist klar: Die Finanzierung des gesamten Unternehmens ist nach wie vor problematisch. „Wir bekommen keine institutionelle Förderung, müssen bei der Beantragung von Projektmitteln immer auch Eigenmittel beisteuern“, sagt Sehmsdorf. Dennoch lassen sich die Akteure nicht entmutigen, halten an ihrer Vision fest, Hochkultur im ländlichen Raum zu etablieren. Dazu gründeten sie das „Opernale-Institut für Musik und Theater in Vorpommern“ und konzipierten mehrere Handlungsfelder. „Herzstück bleibt nach wie vor unser Opernale-Festival“, versichert Sehmsdorf, dem Erfolg der vergangenen Jahre verpflichtet. Seit 2011 gab es nahezu 100 Aufführungen an 39 Orten. Erinnert sei an die Premiere mit dem „Schauspieldirektor“, an die „Bettleroper“ oder an „Käthe, Alwine, Gudrun“,

Doch künftig wollen sich die Kunstfreunde und -macher auch verstärkt anderen Themen widmen. Dazu gehöre der Bereich Bildung, wobei es bereits Erfahrungen mit Kinderprojekten gebe. Ein anderes Thema: die Erforschung des Lebens pommerscher Persönlichkeiten, wie der Komponistin Luise Greger (1862-1944). „Selbst bei Alwine Wutenow ist noch nicht alles geklärt“, gibt Sehmsdorf zu bedenken. Was ihr aber mindestens ebenso am Herzen liegt: Menschen im ländlichen Raum an der Kultur teilhaben zu lassen. Sie motivieren und befähigen, selbst kreativ zu sein. „Wir wollen mit dem Rücken zur Küste ins Land hinein wirken“, betont Henriette Sehmsdorf. Große Kunst in großen Städten gebe es zuhauf. Die vorpommersche Region indes könne niveauvolle Angebote noch gut vertragen, weshalb sich die Opernale-Macher bewusst gegen Berlin und für den hiesigen Landstrich entschieden hätten.

Das nächste Opernale-Festival im Sommer 2019 soll das wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen: „Clanga pomarina“ ist ein Musiktheaterprojekt über den Schreiadler, auch Pommernadler genannt. Ein ungewöhnlicher Protagonist für eine Oper, doch absolut passend für Vorpommern. Erobert sich der stark gefährdete Vogel doch wieder zunehmend in unserer Gegend die Lüfte. Geplant seien zwölf Aufführungen entlang der vorpommerschen Flüsse Recknitz, Trebel und Peene. Der Auftakt findet am 10. August im Vogelpark Marlow statt. Die Schirmherrschaft der Opernale haben die Akteure übrigens schon geklärt: es sind die beiden neuen Landräte in Vorpommern: Michael Sack und Stefan Kerth.

Petra Hase

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