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Greifswald Die Schlacht bei Rakow im Jahr 1637
Vorpommern Greifswald Die Schlacht bei Rakow im Jahr 1637
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00:00 12.06.2017
Rakow

Während des Dreißigjährigen Krieges eroberte im Herbst 1637 ein kaiserliches Heer unter Hans Ludolf von Bredow die pommersche Grenzstadt Tribsees.

Unmittelbar danach drang von Bredow mit 8000 Reitern und 1000 Mann zu Fuß ins Landesinnere von Pommern, das die Schweden besetzt hatten, ein. Ziel dieser militärischen Unternehmung war die Eroberung der Stadt Loitz an der Peene. In Rakow, einem Dorf zwischen den Städten Grimmen und Loitz, erzählt man dazu folgende Geschichte: Um den Vormarsch der kaiserlichen Truppen aufzuhalten, stellten die Schweden in aller Eile ein Kavallerie-Regiment zusammen und zogen von Loitz aus den Kaiserlichen entgegen. Zwischen den Dörfern Rakow und Nielitz sollen die Heere aufeinander getroffen sein. Es kam zu einer blutigen Schlacht, in deren Verlauf die schwedische Kavallerie fast vollständig vernichtet wurde. Zehn Kompaniestandarten sollen in die Hände der Kaiserlichen gefallen sein. Bei der Verfolgung fliehender Schweden wurde deren Verteidigungslinie der Infantrie und Artellerie bei Gülzow (heute Gülzowshof) überrannt. Erst nach Eroberung der Stadt Loitz kam das kaiserliche Herr zum Stillstand. Auf dem Schlachtfeld zwischen Rakow und Loitz sollen 4000 Soldaten ihr Leben verloren haben. Einwohner aus Rakow berichten, dass man in vollmondhellen Novembernächten, wenn Südost-Stürme übers Land ziehen, im Heulen des Windes Säbelklirren, Musketenschüsse und die Schreie von Verwundeten wahrnehmen kann.

Jürgen Albrecht

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