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Die Spezialisten für Hirntumore

Greifswald Die Spezialisten für Hirntumore

Greifswald als erstes Neuroonkologisches Zentrum in Norddeutschland zertifiziert

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Das Team des Neuroonkologischen Tumorzentrums Greifswald (v.l./vorn:) Prof. Silke Vogelgesang, Christina Vorbau, Dr. Waltraud Kleist, Dr. Christian Rosenstengel, erste Treppe: Dr. Cordula Weil, Esther Holznagel, zweite Treppe: Prof. Henry W. S. Schroeder (Direktor der Klinik für Neurochirurgie), Dr. Jörg Baldauf, Dr. Volkmar Hans, Marc Matthes, Dr. Steffen Fleck, letzte Reihe: Dr. Michael Kirsch, Dr. Sascha Marx, Dr. Carsten Hirt und Dr. Kirsten Helke.

Greifswald. Großer Erfolg für die Universitätsmedizin Greifswald: Als erste Einrichtung im norddeutschen Raum wurden die Kliniken für Neurochirurgie und Onkologie sowie die Strahlenklinik, die eng kooperieren, von der Deutschen Krebsgesellschaft als Neuroonkologisches Tumorzentrum (NOZ) zertifiziert. Alle drei Kliniken verfügen über hochspezialisierte Experten, die Patienten aus dem In- und Ausland hervorragend behandeln.

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Greifswald als erstes Neuroonkologisches Zentrum in Norddeutschland zertifiziert

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Die Zertifizierung ist für drei Jahre gültig. Die nächsten Zentren dieser Art sind erst in Berlin, Leipzig und Münster zu finden. Insgesamt gibt es nur 27 zertifizierte neuroonkologische Tumorzentren in Deutschland. „Das anerkannte Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft bestätigt die außerordentliche Leistung, die unsere neurochirurgischen und onkologischen Kollegen seit vielen Jahren erbringen“, betonte der Kommissarische Ärztliche Vorstand, Prof. Claus-Dieter Heidecke. „Für die Patienten mit Hirntumor sichert dieses einzigartige Kompetenznetzwerk eine Therapie nach neuestem Stand der Wissenschaft.“

In wöchentlichen neuroonkologischen Tumorkonferenzen wird seit 2012 jeder Patient umfassend mit den Fachärzten der Neurochirurgie, Neurologie, Neuropathologie, Onkologie, Strahlentherapie und Neuroradiologie besprochen und das Vorgehen bezüglich einer Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder eine Kombination der Verfahren abgestimmt.

In Greifswald wurden allein im vergangenen Jahr 340 Patienten mit der Diagnose Hirntumor operiert, die zusätzlich operierten Tumore des Rückenmarkes und der Wirbelsäule noch nicht mitgezählt. „Das Ziel der operativen Eingriffe ist es, die Hirntumore so zu entfernen, dass die Lebensqualität der Patienten weitestgehend unbeeinträchtigt bleibt“, betonten der Leiter des NOZ, Dr. Jörg Baldauf und Prof. Henry Schroeder, Direktor der Neurochirurgie an der Unimedizin Greifswald. Hirntumore werden oft minimalinvasiv und mikrochirurgisch entfernt. Dafür stehen zwei hochmoderne OP-Säle zur Verfügung. In Greifswald werden Patienten bei sehr kritisch gelegenen Tumoren, etwa im Bereich der Sprach- oder der Bewegungszentren im Wachzustand direkt am Gehirn operiert. „So können wir verfolgen, ob wichtige Gehirnfunktionen wie das Sprachvermögen während der OP beeinträchtigt werden“, so Baldauf und Schroeder.

Um längere Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, werden notwendige Chemotherapien bei Patienten mit Hirntumor überwiegend ambulant oder teilstationär durchgeführt. Zudem werden seit Anfang 2016 zur Verlängerung der Überlebenszeit der Patienten Behandlungen mit Tumortherapiefeldern (TTF) durchgeführt. Für die Strahlentherapie stehen zwei neue Linearbeschleuniger bereit. Die Unimedizin Greifswald ist darüber hinaus das einzige Klinikum mit einer neuropathologischen Facharztkompetenz. Und: Das NOZ-Team sieht sich als Kooperationspartner der Krankenhäuser im Umland und der ambulant tätigen Ärzte. „Patienten werden von uns ohne lange Wartezeit beraten und zügig individuelle Behandlungskonzepte erstellt“, betont Schroeder.

Cornelia Meerkatz

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