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Greifswald Die Toten an der Kasse
Vorpommern Greifswald Die Toten an der Kasse
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00:00 29.03.2017

Lebensmittelmärkte kümmern sich mit viel Hingabe darum, ihren Kunden den Einkauf – oder sogar das „Einkaufserlebnis“ – so angenehm wie möglich zu gestalten. Dahinter stehen natürlich psychologische Überlegungen. Eine Bäckerei am Eingang verströmt appetitanregenden Duft – wir kaufen mehr ein. In Drogerien befinden sich am Eingang Waren, bei denen wir erstmal stehen bleiben und sie uns anschauen.

So bleiben wir länger im Laden. In vielen Supermärkten sind Obst und Gemüse am Eingang, weil wir oft zunächst mit guten Vorsätzen einkaufen. Chipse und Schnaps würde man sicherlich leichter ignorieren, würden sie zuerst präsentiert. Und Gemüse regt als Zutat an, ein kleines Menü zusammen zu stellen. Blumenkohl pur ist ja nun keine Mahlzeit. Tests haben gezeigt: Wenn die Kundschaft links herum gehen muss, bis sie an der Kasse steht, kauft sie mehr ein. Noch viel erstaunlicher finde ich allerdings die großen Tabakpackungen, die in den größeren Läden in Greifswald und Umgebung, aber längst nicht nur hier, an der Kasse platziert sind. Widerliche Schockfotos zeigen jedem – auch Kindern – kaputtgerauchte Körperteile und sogar Tote. Warum wird das eigentlich toleriert?

OZ

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