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Domcenter: Umbau kostet zehn Millionen Euro

Neuer Mieter Domcenter: Umbau kostet zehn Millionen Euro

Das Greifswalder Einkaufszentrum Domcenter wird derzeit für zehn Millionen Euro komplett umgebaut. Nach dem Schuhhaus Höppner steht nun der nächste neue Großmieter fest.

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Birgit und Hermann Jesske kämpfen seit Jahren für die Entwicklung der Dompassage. Mit dem Jesske-Modehaus und dem Restaurant Domingo sind die größten Mieter im Domcenter.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Die Bauarbeiten im Greifswalder Domcenter laufen auf Hochtouren. Noch vor dem Sommerbeginn soll das Einkaufszentrum mit Komplettvermietung neu durchstarten. Die Konsum Reit-AG von Hansa-Retter Rolf Elgeti investiert 6,2 Millionen Euro in die Komplettsanierung. Mit weiteren vier Millionen Euro beteiligen sich die Mieter, darunter das Modehaus Jesske, Schuhhaus Höppner, der Supermarkt Nah und Frisch sowie der frisch gewonnene Großmieter für das erste Obergeschoss: Tedi. Der Anbieter von preisweisten Haushalts-, Schreibwaren- und Drogerieartikeln zieht auf 1200 Quadratmtern ins erste Obergeschoss, wie Projektentwickler Jürgen Schmölling mitteilt. Es handelt sich um die Flächen des früheren Pro-Marktes. Die deutschlandweit agierende Kette Tedi mit europaweit 1700 Filialen hat bereits eine Niederlassung in der Lomonossowalle in Greifswald.

DCX-Bild

Das Greifswalder Einkaufszentrum Domcenter wird derzeit für zehn Millionen Euro komplett umgebaut. Nach dem Schuhhaus Höppner steht nun der nächste neue Großmieter fest.

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„Tedi wird über eine zusätzliche Rolltreppe und neu gebaute Eingänge im hinteren Bereich angebunden“, sagt Schmölling. Damit ist nur noch eine größere Fläche im Einkaufszentrum nicht vermietet. „Die Verhandlungen laufen noch“, sagt Schmölling. Er sei optimistisch, dass die Verträge bis spätestens April unterzeichnet sind. Da sich die Bauarbeiten zeitlich verzögert haben, bestehe kein Grund zur Eile. Die Neueröffnung des Domcenters soll definitiv vor dem Sommer erfolgen, wie Schmölling versichert. Die ursprünglichen Planungen hatten März vorgesehen. Das sei jedoch von Anfang an sehr ambitioniert gewesen, so Schmölling.

Schafft das Einkaufszentrum damit den Sprung von der Floppassage zur Toppassage? Experten halten das neue Konzept für vielversprechend. Die vielen kleinen Läden und damit etliche Wände sind entfernt worden. Das gesamte Erdgeschoss soll eine einzige große Verkaufsfläche sein. Ein Architekt hat die Etage „in einem Guss“ entwickelt, wie Schmölling betont. „Normalerweise ist sowas fast undenkbar, weil jeder seins machen möchte“, so Schmölling.

Restlos begeistert vom Gesamtkonzept ist der Modehaus-Betreiber Hermann Jesske. „Keiner kommt in die Stadt nur um Klamotten zu kaufen. Die Kunden wünschen sich ein Ganztagserlebnis. Das bekommen sie bei uns“, sagt Jesske. Mode, Schuhe, Wohnaccessoires, Lebensmittel und Gastronomie werden künftig geboten. Das Restaurant „Domingo“ wird auf 700 Quadratmetern ebenfalls von der Familie Jesske betrieben. 170 Plätze in dem Selbstbedienungsrestaurant vorgesehen. „Es wird ein Mittag für unter fünf Euro geben, das sich jeder selbst zusammenstellen kann“, sagt Jesske. Stationen mit Grill, Wok und chinesischem Essen sind geplant. Die Bauarbeiten in diesem Bereich sind jedoch noch im Anfangsstadium.

In den letzen Zügen stecken hingegen die Arbeiten im gegenüberliegenden Supermarkt „Nah und Frisch“. Beitreiber Heiko Klar hat seine Flächen von bisher 500 Quadratmetern auf 700 erweitert, bietet künftig einen größeren Bereich an Frisch- und Tiefkühlwaren an. „Im letzten dreivierel Jahr hatte ich dramatische Umsatzeinbußen. Jetzt müssen wir schnellstmöglich neu durchstarten.“ Heiko Klar sieht sich in der Nachbarschaft von Gastronomie, Kino, Jesske-Moden und Schuhhaus bestens aufgehoben.

Auch auf den Flächen des Modehauses Jesske sollen die Arbeiten im März größtenteils abgeschlossen sein. „Wir bieten dann unten unsere Mode auf 1600 Quadratmetern an, im oberen Geschoss auf 1700 Quadratmetern“, sagt Geschäftsführer Hermann Jesske, der im August 2017 im Domcenter den ersten Mango-Store der Stadt eröffnet hat und damit erstmals auch Mode im besonders preisgünstigen Segment anbietet.

Ebenfalls im März wird das Schuhhaus Höppner den Verkauf im Domcenter starten. Das Familienunternehmen aus Rostock mit vier Filialen in MV zieht auf die vorderen Flächen auf der linken Seite im Domcenter, die bisher Jesske gehörten.

Degrassi Katharina

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