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Greifswald Dorfjubiläum mit besonderen Gästen
Vorpommern Greifswald Dorfjubiläum mit besonderen Gästen
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00:05 22.08.2016
Ein Hingucker: Die Lühmannsdorfer Landfrauen kamen in traditionellem Gewand. Quelle: Fotos: Kai Lachmann

Wer am Sonnabend auf der Bundesstraße 111 durch Lühmannsdorf fuhr, hat wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, was im Ort los war: Umzug am Vormittag, buntes Programm am Nachmittag und Party am Abend. Der 190. Geburtstag von Lühmannsdorf lockte zahlreiche Gäste an. Zumindest solche, die wissen, dass das Dorf mehr zu bieten hat als eine Durchfahrt.

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Lühmannsdorf feierte am Sonnabend sein 190-jähriges Bestehen mit einem Umzug und viel Musik

Der Tag begann mit einem Umzug, in dem sich Vereine, Unternehmen und die Feuerwehr, die alles maßgeblich mitvorbereitet hatte, präsentierten. So manches Bild wies auch auf die Historie des Ortes hin.

Wie könnte es bei einer Jubiläumsfeier anders sein, stand diese neben dem Unterhaltungsprogramm im Mittelpunkt. In einem am Sonnabend eröffneten Ausstellungsraum sind Handwerkerrelikte aus alten Zeiten zu sehen. Ebenso werden Fotos vom 100., 150. und 175. Jubiläum gezeigt.

Bürgermeisterin Esther Hall lobte das Engagement der Lühmannsdorfer im Vorfeld der Veranstaltung. „4500 Euro wurden gespendet“, sagte sie. Schon in der Vergangenheit hätten die Bürger immer wieder Dinge gemeinsam auf die Beine gestellt. „Die Schule, die Kaufhalle, der Löschteich, der Sportplatz – alles wurde gemeinsam gebaut und danach wurde immer gemeinsam gefeiert.“

Als Ehrengast begrüßte Hall Albrecht von Lühmann. Der 73-Jährige ist Ur-Ur-Enkel des Ortsgründers Friedrich von Lühmann. Als Geschenk brachte er Fotos des originalen Familienwappens mit. Zudem ließ

sich noch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) eine Stunde lang blicken. Da er im Rahmen des Wahlkampfes an einem Grillfest in Dargelin teilnahm, habe er sich kurzfristig auch zu einem Besuch in Lühmannsdorf entschlossen. Und Moderator Guntram Steinke von der Firma AEN meinte: „Angela Merkel hat heute die Lautstärkeregelung außer Kraft gesetzt. Ihr dürft bis 3 Uhr feiern.“

„Lühmann sein Dorf“ hat Handwerkstradition

1826 gilt als das Gründungsjahr von „Lühmann sein Dorf“, wie es ganz zu Anfang hieß. Damals wurden 25 Büdnerstellen entlang der Heeresstraße zwischen Wolgast und Gützkow angesiedelt. „Herr Friedrich von Lühmann hat das Land an diese Handwerker, vorwiegend Weber, verkauft“, sagte Bürgermeisterin Esther Hall anlässlich der Feierlichkeiten.

„Jedes Grundstück hatte einen Zugang zur Straße. Dahinter gab es Land zur Selbstversorgung.“ So kam es, dass die Einwohner im Winter ihrem Handwerk nachgingen und sich im Sommer dank der Landwirtschaft ernähren konnten.Die handwerkliche Tradition ist in Lühmannsdorf seither ausgeprägt. In der 700-Einwohner-Gemeinde, zu der auch Brüssow, Giesekenhagen und Jagdkrug gehören, gibt es heute 40 Handwerksbetriebe.

Kai Lachmann

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