Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Drei Gegentore in fünf Minuten

Güstrow/Greifswald Drei Gegentore in fünf Minuten

Greifswald führt in Güstrow bis zur 88. Minute mit 2:1 / Nach dem Ausgleich fallen zwei Tore in der Nachspielzeit

Güstrow/Greifswald. Diese Begegnung in der Fußball-Verbandsliga zwischen Gastgeber Güstrower SC und dem Greifswalder FC hatte einiges zu bieten: Eine 42-minütige Spielunterbrechung, einen „kuriosen“ Platzverweis für Verteidiger Marco Kröger und eine irre Aufholjagd der Güstrower, die am Ende 4:2 siegten. Es ist kaum vorstellbar: Bis zur 88. Minute lag der Greifswalder FC mit 2:1 vorn. Dann folgten bis in die der Nachspielzeit drei Gegentore, sodass Greifswald zwar Tabellenzweiter bleibt, nun aber mit drei Zählern hinter den Güstrowern steht.

„Man hat mit zunehmender Spieldauer gemerkt, dass uns ein Defensivspieler fehlt. Der Knackpunkt war der Platzverweis, obwohl ich mir sicher bin, dass der Gegenspieler genauso vom Feld gemusst hätte“, sagte GFC-Trainer Roland Kroos. Auch Kapitän John Berger, der nach der Partie sehr niedergeschlagen war, fand klare Worte: „Die Entscheidung des Schiedsrichters hat das Spiel in eine komplett andere Richtung gelenkt. Wir müssen uns aber trotzdem an die eigene Nase fassen. Wir hätten uns taktisch cleverer verhalten müssen. Wir haben eine stabile Truppe. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen.“

Die Partie wurde auf dem Kunstrasen im Güstrower Jahnstadion ausgetragen. Die Greifswalder hatten mit dem Belag und dem Gegner zunächst Probleme. Sie wurden von den Hausherren früh unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Nach zwei Fehlversuchen der Gastgeber fiel ein Tor, doch während des Güstrower Angriffs waren Teile des Flutlichts ausgefallen und Schiedsrichter Bauer hatte die Partie unterbrochen. Die Unterbrechung bekam dem Greifswalder FC besser als den Hausherren. „Wir haben umgestellt und dann unser Spiel durchgebracht“, sagt Kroos. Die erste GFC-Chance vergab Jovanovic nach einer Hereingabe von Olszar. Den Führungstreffer besorgte Greifswalds Goalgetter Rohde, der einen Freistoß aus zentraler Position in den Winkel schoss. Eine Minute vor der Pause erhöhte der GFC auf 0:2. Nach einem schönen Pass von Sven Hartwig zog Sebastian Olszar von links in den Strafraum, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und spitzelte den Ball am Keeper vorbei.

In der zweiten Hälfte war der Güstrower SC gefordert und musste mehr Risiko gehen. Die Greifswalder spielten immer mehr auf Konter, ohne aber zu großen Chancen zu kommen. Ganz anders die Güstrower Offensivabteilung – hier lief das Spiel auf Hochtouren. In der 70. Minute schoss Björn Plate das 1:2. Nur drei Minuten später war Plate auch am Platzverweis für den GFC beteiligt. Nach einem Foulspiel im Mittelfeld lieferte sich der Kapitän der Güstrower ein Wortgefecht mit GFC-Verteidiger Marco Kröger und der Schiri zeigte Kröger den Roten Karton. Für alle Außenstehenden war die Aktion sehr unübersichtlich und kaum nachvollziehbar.

Die Greifswalder kassierten in der 88.Minute das 2:2. In der Nachspielzeit schlugen die Güstrower dann noch zweimal zu. Keil und Mihajlovic trafen für den GSC und besiegelten die erste Niederlage des Greifswalder FC in dieser Spielzeit. „Ich finde, dass ein Unentschieden ein angemessenes Ergebnis gewesen wäre. Aber so ist Fußball“, sagte Kroos nach der Partie.

Greifswalder FC: Barz – Berger, Henkel, Miyazaki (74. Schröder), Kröger, Olszar (84. Selchow), Rohde, Effland, Lösel, Hartwig, Jovanovic (64. Banaskiewicz).

Tore: 0:1 Rohde (38.), 0:2 Olszar (44.), 1:2 Plate (70.), 2:2 Karg (88.), 3:2 Keil (90.+2), 4:2 Mihajlovic (90.+3.).

Rote Karte: Kröger (73.).

Philipp Weickert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald
Marie le Claire, Kaufmännischer Vorstand der Unimedizin Greifswald, im Foyer des Haupthauses am Campus Beitzplatz. Die 35-Jährige kam vor knapp zwei Jahren nach Greifswald, hat für ihren Sparkurs die volle Rückendeckung der Landesregierung.

Warum es beim Sanierungsprozess am Uniklinikum Greifswald gerade nicht um Stelleneinsparungen geht und wie die schwarze Null bis 2019 erreicht werden soll, sagt Marie le Clarie (35), kaufmännischer Vorstand, im Interview mit der OZ.

mehr
Mehr aus Greifswald
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.