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Greifswald Druck für die Spielgemeinschaft zu hoch
Vorpommern Greifswald Druck für die Spielgemeinschaft zu hoch
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00:01 16.10.2017

Mit großen Hoffnungen waren die Handballer der SG Uni Greifswald/Loitz ins Vorpommernderby der Oberliga Ostsee-Spree gegen den Stralsunder HV gestartet.

Sie mussten jedoch der spielerischen Überlegenheit des Tabellenzweiten Tribut zollen und unterlagen deutlich mit 22:32 (11:14).

Gut 500 Zuschauer hatten Interesse an diesem Spiel, das die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft vorsorglich von Loitz ins Greifswalder Schönwalde-Center verlegt hatten. Über diesen hohen Zuspruch freute sich auch Bernt Petschaelis, Vorstandsmitglied der SG Uni Greifswald/Loitz. Über das Ergebnis war er natürlich enttäuscht. „22 Tore sind einfach zu wenig, um einer Mannschaft wie Stralsund gefährlich zu werden. Die Sundstädter sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen.“

Der Aufsteiger, die SG Uni Greifswald/Loitz, hielt gut 40 Minuten mit, ehe Stralsund das Spiel deutlich beherrschte und jegliche Spannung durch eine regelrechte Torflut im Keim erstickte. Uni-Trainer Alexander Einweg benannte die Ursachen für die frühe Entscheidung zu Gunsten Stralsunds: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und hatten nach zehn Minuten eine Zwei- Tore-Führung erkämpft. Dann führten Unkonzentriertheiten und technische Fehler dazu, dass wir fortan einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Nach guten ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit zog Stralsund uns mit der offensiven Deckung vollends den Zahn“. Die Herausforderer des klaren Favoriten, des SHV, bewegten sich zu wenig. Als dann die Kräfte nachließen, waren auch technische Fehler die Folgeerscheinung. „Obwohl wir die gesamte Trainingsarbeit der letzten Woche auf diese Varianten ausgerichtet hatten, gelang es uns nicht, unsere Vorhaben umzusetzen“, sagte Einweg.

Sein Gegenüber Markus Dau bemängelte das Auftreten seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit, war aber mit deren Vorstellung über die gesamten 60 Minuten hinweg zufrieden. „In der ersten Spielhälfte wurden meine Vorgaben nicht umgesetzt. Wir wussten, dass die SG Greifswald/Loitz über den Rückraum sehr stark und gefährlich ist. Durch mangelhafte Deckungsarbeit ließen wir den Gegner zu lange gewähren und im Aufbauspiel fehlte das Tempo.“ Dau hatte mit Beginn der zweiten Spielhälfte die Deckung umgestellt. Seine Mannschaft verschärfte das Tempo und agierte im Abschluss treffsicherer. Mit der klaren Führung im Rücken kam die Sicherheit zurück und die Mannschaft belohnte sich letztendlich zurecht mit zwei Punkten.

Nach der 5:3-Führung der SG Uni legte Stralsund Mitte der ersten Halbzeit einen Zwischenspurt ein und setzte sich auf 8:5 ab. Radoslaw Wolski brachte Greifswald/Loitz mit drei Treffern vom Kreis auf 8:8 heran. Sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff warf Hannes Lemcke letztmalig eine Führung (11:10) für die SG heraus. Stralsund nutzte mehrere technische Fehler der SG und führte zur Halbzeit mit 14:11. Die Hausherren kamen bis zur 40. Minute auf 18:20 heran. Dann spielte nur noch eine Mannschaft, der Stralsunder HV. Die SG-Mannschaft verlor komplett den Spielfaden. Stralsund nutzte diese Starre gnadenlos aus und baute den Vorsprung bis zum Abpfiff im Stile einer Spitzenmannschaft auf 32:22 aus.

Ralf Scheunemann

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