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Durchstreift ein Wolf die Region um Stralsund?

Durchstreift ein Wolf die Region um Stralsund?

Experten halten es für möglich / Tier wurde nördlich der Hansestadt gesichtet

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Um ganz sicher zu sein, müsste man Spuren und genetisches Material auswerten. Christoph Langner Chef des Stralsunder Zoos

Schmedshagen/Preetz/Klausdorf. Ein Wolf in der Nähe von Stralsund – das hat es noch nicht gegeben. So verbreitet sich die Nachricht, dass Einwohner von Schmedshagen, Preetz und Klausdorf am Samstagabend so ein Tier direkt vor ihrem Haus gesehen haben wollen, in den sozialen Medien gestern rasant. So hat Ronny Görtz von der Hundeschule Stralsund ein Video gepostet, auf dem der graue Vierbeiner über die Felder streift.

 

OZ-Bild

Unter der Überschrift „Ein Wolf vor meiner Haustür“ verbreiteten sich diese Fotos gestern wie ein Lauffeuer auf Facebook.

Quelle: Fotos: Privat (2), Marlies Walther, Ines Sommer

„Ich bin mir 100-prozentig sicher, dass das ein Wolf ist“, sagt der Hundetrainer, der sich seit vielen Jahren auch mit Wolfsforschung beschäftigt und die Tiere in der Lausitz und Schleswig, aber auch in Süddeutschland beobachtet hat. „Eigentlich hat der Wolf Angst vorm Menschen, doch dieses Tier hat angesichts der Wohngebiete gelassen reagiert, ist relativ zutraulich. Deshalb gehe ich davon aus, dass es schon lange unterwegs ist und sich an Häuser und Geräusche der Menschen gewöhnt hat.“

Der 34-Jährige, aufgewachsen auf Rügen, lebt in Schmedshagen und betreibt eine mobile Hundeschule. „Ich schätze, das Tier ist so ein bis anderthalb Jahre alt. Vielleicht wurde es von seinem Rudel getrennt. Vielleicht ist es aber auch ein Casanova, der ein Weibchen sucht“, vermutet Ronny Görtz und schiebt gleich hinterher: „Es gibt jedenfalls keinen Grund zur Panik. Erstens gehe ich davon aus, dass der Wolf schon längst weitergezogen ist. Und zweitens: Wenn jemand einen Wolf sieht, muss er sich nur bemerkbar machen. Kurz in Richtung Tier sprinten und kräftig in die Hände klatschen. Dann haut der Wolf ab.“ Nur Hundebesitzer müssten sich in Acht nehmen, und zwar insofern, dass das Verhalten des Hundes nicht zu einer Eskalation führt.

Zoo-Direktor Dr. Christoph Langner hält es durchaus für möglich, dass ein Wolf rund um Stralsund zu sehen ist. „Das ist dann aber ein Durchzügler. Nachweisen können wir das Tier eher nicht mit einem Video, sondern wir bräuchten schon Spuren und genetisches Material.“ Ist die Wolfssichtung eine gute oder eine schlechte Nachricht? „Die Fans des Wolfes werden sich sicher freuen, andere machen sich Sorgen. So etwas wird immer sehr emotional diskutiert“, so der Stralsunder Tierpark-Chef.

Revierförster Martin Mehl sagt gegenüber der OZ: „Wir haben schon lange den Verdacht, dass sich auf dem Darß ein Wolf aufhält, der auch mal rüber aufs Festland kommt. Den Bodden zu durchschwimmen, das ist für ihn kein Problem. Wir hatten ja kürzlich in Mecklenburg auch einen Wolf, der Richtung Belgien wanderte und dabei über die Elbe musste.“ Der Wolfsbeauftragte des Forstamtes Schuenhagen geht bei den Bildern ebenfalls von einem Wolf aus, aber eine 100-prozentige Gewissheit gebe es noch nicht. „Wir hatten immer mal Meldungen, zum Beispiel als ein Schaf verletzt wurde. Aber die Bisswunden stimmten nicht mit einem Wolfsgebiss überein.“ Auch er meint, dass man Spuren genau untersuchen müsste, um ganz sicher zu sein.

Ines Sommer

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