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Eene groote Äselie

Eene groote Äselie

Dei Äsel is een gedülliges Dier, över hei kann ok wedderspenstig un stur sien. Af un an hüürt man em „i-aa“ (ja) schriegen.

Dei Äsel is een gedülliges Dier, över hei kann ok wedderspenstig un stur sien. Af un an hüürt man em „i-aa“ (ja) schriegen. Up dei Äselstour hemm dei Gägner von den Universitätsnamen Ernst Moritz Arndt sett’t. Sei hemm so lang up den Äsel inschlan, bet sien „i-aa“ verstummt is. Dei mihrsten dorvon in’n Senat sünd Professoren un Studenten, dei entweder na Grypswold beraupen worden sünd orrer hier ehr Studium upnahmen hemm. Alle Befragungsergäwnisse wieren „för Arndt“ bet up dei letzte Studentenbefragung (Deilnahme ca. 10 Perzent von dei Studierenden), dei gägen Arndt wier. Dei Studenten verlaten Grypswold na Studienend wedder. So dörfte ehr tämlich gliek sien, woans dei Universität heit.

Ik as ehemaliger Hochschaudozent un ehemaliger Direktor von dei Ernst-Moritz-Arndt- Schaul wier un bünn mit den Namen Arndt sihr verbunnen. Dat schmerzt, dat dei Universität ehren Namen verluurn hett. Un dei so nennte Kompromiß, den dei Rektorin lawt, is een „fuuler Kompromiß“ un eene Oort Feigenblatt, üm een bäten den Schien tau wohren. Schien bedüd’t, dat dat bloots „so schient, as ob dat so is“. Wenn man noch eis trööchkiekt, denn sünd Arndts Verdeinste, dei tau dei Namensgäbung führt hemm, in’n Hinnergrund drängt worden. Hei wier een wohrer Patriot, hett sik gägen den Eroberer Napoleon stellt, hett sik an dei Uphäbung von dei Liefegenschaft bedeiligt un wir Afgeordneter in dei Nationalversammlung in Frankfurt in dei Paulskark (1848/49). Siet över 170 Johr hett hei sienen Platz up dat Rubenow-Denkmal vör dat Universitätsgebäude (Inweihung an’n 17. Oktober 1856) mit dei Begründung: Verdeinste in dei Wissenschaft, politischer un historischer Schriftsteller, Patriot, Persönlichkeit von hoger sittlicher Kraft, geburener Grypswolder. Dat makt noch eis düdlich, wi eng verbunnen Ernst Moritz Arndt mit dei Universität un dei Stadt Grypswold is. Natürlich is sien Antisemitismus nich gaud tau heiten, över hei is hier in’n Bund mit anner bedüdende Lüüd in siene Tiet un vörher. Un wenn em Nationalismus ankriedt war, denn is dat besünners in’n Fall Napoleon verständlich.

Letztlich hett dei „Arffiendschaft“ mit Frankriek ierst een Adenauer een End sett’t. Ok hüüt bläucht Nationalismus wedder up. Arndt gehürt tau dei Universität un Grypswold, dat mööten ok dei „Utlänner“ (Taugereiste un Tietwielige in uns Stadt) begriepen.

OZ

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