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Greifswald Ein Greifswalder König für die Galerie
Vorpommern Greifswald Ein Greifswalder König für die Galerie
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00:00 10.08.2018
Der Maler Kai Klahre und der ehemalige Oberbürgermeister Arthur König mit dem Porträt, welches seinen Platz im Senatssaal finden wird. Quelle: Fotos: Peter Binder
Greifswald

Als Oberbürgermeister Stefan Fassbinder und der Maler Kai Klahre das weiße Tuch von der Staffelei zogen, ging ein anerkennendes Raunen durch das Publikum im Trausaal des Rathauses. Enthüllt wurde das offizielle Porträt des ehemaligen Greifswalder Oberbürgermeisters Arthur König (CDU), gemalt vom Nürnberger Künstler Kai Klahre. Somit verfügt Greifwald über insgesamt zwölf Porträts der Stadtoberhäupter, die in mehreren Räumen des Rathauses zu sehen sind. Das 7000 Euro teure Gemälde des Bürgermeisters der Jahre 2001 bis 2015 stieß auf positive Resonanz. „Ich sehe ihn ja jeden Tag und finde das Bild sehr gelungen“, merkte die Ehefrau des Porträtierten, Elke König, an. „Diesen ernsten Gesichtsausdruck kenne ich gut. Wenn er an etwas arbeitet, dann macht er das stets besonnen und gründlich.“ In der Verwaltung kenne man ihn allerdings vor allem mit einem Lächeln auf den Lippen, so Greifswalds Pressesprecherin Bärbel Lenuck, die lange Jahre mit König zusammengearbeitet hat. „Arthur König hatte eigentlich immer gute Laune.“ Auch am gestrigen Tag zeigte sich der 67-Jährige ausgelassen und witzig. Statt ihn lange Modell sitzen zu lassen hätte der Künstler zwei Tage mit ihm in Greifswald verbracht und unzählige Fotos gemacht. „Mit dem Kopf nach oben, Kopf nach rechts, Kopf nach links“, erinnert sich der Ex-Bürgermeister. „Auch mit dem Kopf auf der Tischplatte, aber für das Motiv haben wir uns nicht entschieden.“ Der Funke zwischen Maler und Modell sei schnell übergesprungen, berichtet König. „Wir hatten erst überlegt, ob ich auf dem Porträt vielleicht stehen sollte, oder ob wir das Bild sogar draußen ansetzen“, so König. „Aber letztendlich habe ich ja doch mehr Zeit sitzend am Schreibtisch verbracht als vor dem Rathaus und ein Bild sollte dem ja auch entsprechen.“

Tradition der Bürgermeisterporträts wird mit einem Werk des Künstlers Kai Klahre fortgesetzt

Den Kontakt zwischen dem ehemaligen Bürgermeister und dem Künstler hat übrigens der Greifswalder Galerist Hubertus Schwarz eingefädelt. „Kai Klahre und ich haben uns 2016 bei einer Ausstellung in der Galerie Schwarz kennengelernt“, erzählt König und lächelt. „Die Ausstellung hieß Königswege. Das deutete vielleicht auf Zukünftiges hin.“

Schmalere Wangen oder volleres Haar – Während Könige früher noch Einfluss auf ihre Porträts nehmen konnten, musste sich Arthur König in Geduld üben. „Man kauft ja bei einem Porträt quasi die Katze im Sack“, bestätigt Kai Klahre. „Wenn man sich für einen Künstler entschieden hat, kann man nicht mehr zurück.“ König sei sehr neugierig gewesen, als er die Möglichkeit bekommen habe, doch noch einen Vorabblick auf das Werk zu werfen. Dafür reiste er extra nach Nürnberg, wo Klahre seinen Lebensmittelpunkt hat. Und tatsächlich gab es eine Kleinigkeit, die er auf dem Bild verändern wollte. „Auf den Unterlagen auf dem Tisch vor König sollte doch bitte Universitäts- und Hansestadt Greifswald zu lesen sein“, beschreibt Klahre. „Eine gute Idee, die ich gerne aufgenommen habe. Die Umsetzung war aber trickreich, ich musste genau die Perspektive des Schreibtisches in der Schrift wiedergeben.“ Die Mühe hat sich aber gelohnt, denn die Umbenennung Greifswalds in „Universitäts- und Hansestadt“ erfolgte im Jahr 2004 und war für Arthur König eine Herzenssache. „Der Name verdeutlicht besser, was Greifswald alles ausmacht“, so König. „Tradition, Moderne, Bildung und Weltoffenheit, aber auch Technologie zum Beispiel.“

Der Künstler Kai Klahre

Kai Klahre wurde 1981 in Halle an der Saale geboren. Sein künstlerischer Werdegang wurde durch das Studium der freien Malerei in Nürnberg und durch die Zeit als Meisterschüler bei Thomas Hartmann geprägt, der auch in Greifswald lehrte. Er stellte seine Kunst unter anderem in Berlin, Leipzig und Greifswald aus.

Das Porträt Königs wird ab heute in der Galerie Schwarz zu sehen sein. Dort wird heute um 19 Uhr eine Ausstellung zum 25. Jubiläum der Galerie eröffnet. Die Ausstellung zeigt Werke unter anderem von Max Neumann oder Torsten Ruehle und läuft bis Oktober.

Anne Ziebarth

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