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Ein Leben für den Greifswalder Sport

Greifswald Ein Leben für den Greifswalder Sport

Peter Multhauf und Britta Heinzelmann erhalten Auszeichnungen für Verdienste um die Entwicklung des Sports

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Britta Heinzelmann und Peter Multhauf freuen sich über ihre Auszeichnung.

Quelle: mopet

Greifswald. Ein Leben für den Greifswalder Sport. So oder so ähnlich könnte der Titel eines Buches lauten, in dem es um Peter Multhauf und Britta Heinzelmann ginge. Das zentrale Thema: Ihre Verdienste für die Entwicklung des Sports in der Hansestadt. Dieses Buch gibt es zwar nicht, die beiden wurden nun aber von höchster Stelle für ihr langjähriges Ehrenamt ausgezeichnet.

Sie haben diese Ehrung beide absolut verdient.“Bernt Petschaelis,

HSG Uni Greifswald

Die Ehrenplakette des Ministerpräsidenten des Landes gilt wohl als höchste Auszeichnung für ehrenamtliche Sportförderer. Peter Multhauf (72) wurde dieser Preis nun von Ministerpräsident Erwin Sellering und Wolfgang Remer (Präsident des Landessportbundes) überreicht. „Der Sport hat eine große Kraft. Er vermittelt wichtige Werte wie Toleranz und die Achtung des Anderen“, betonte Sellering in seiner Laudatio. All diese Werte hatte sich Multhauf schon früh auf die Fahnen geschrieben.

Der ehemalige Sportlehrer hat in der Greifswalder Sportwelt wohl so ziemlich jede Position bekleidet, die man sich vorstellen kann. Ob die Gründung der Schulsportgemeinschaft der Erwin-Fischer Schule 1973, sein unermüdlicher Einsatz für den Bau der Sporthallen in der Feldstraße und der Berufsschule Hans-Beimler-Straße, die Leitung des Trainingszentrums der Leichtathleten als Kaderschmiede für die Sportschulen der DDR oder seine langjährige Tätigkeit im Vorstand der HSG Uni: Multhauf hat schon weit vor der Wende mit viel Engagement die sportlichen Entwicklungen der Hansestadt gefördert. „Das war auch ein Grund für die Auszeichnung. Viele vergessen, dass es auch vor 1990 viele Dinge gab, um die man sich kümmern musste. Das haben wir schon damals getan“, so Multhauf.

Den größten Einfluss hatte er aber wohl nach der Wendezeit. Multhauf bekleidete von 1990 bis 1999 das Amt des Sportausschuss-Vorsitzenden. „In dieser Zeit haben wir vor allem in den materiellen Strukturen der Stadt Grundlagen gelegt, von denen wir heute noch zehren“, erzählt Multhauf. Eine wichtige Grundlage der Erfolge war laut Multhauf die gute Zusammenarbeit mit dem damaligen Sportsenator Drenckhahn, dem Sportamtsleiter Petschaelis und dem Sportbundvorsitzenden Jeran. Neben Siegen für ihn und den Sport, wie die Erbauung der Arndt- und Mehrzweckhalle oder die Modernisierung des Volksstadions, gab es natürlich auch Rückschläge zu verkraften. „Die Schließung des Sportinstitutes war meine schlimmste Niederlage“, berichtet der 72-Jährige. Trotzdem betont er, dass es heute nicht mehr vorrangig um die Entwicklung von Spitzensportlern gehen sollte. „Da sind wir konkurrenzlos“, analysiert er. Vielmehr sollte man sich weiter auf ein tolles Breitensportangebot in der Stadt konzentrieren. „Der Breitensport ist am wichtigsten. Möglichst viele Menschen sollen einen Zugang und Motivation zum Sporttreiben haben“, so Multhauf.

Heute ist er noch Mitglied des Sportrates des Sportbundes der Stadt und Mitglied des Sportfördervereins. Auch darum hat er klare Vorstellungen, was besser werden muss: „Es muss mehr Geld in die Sportstätten investiert werden“, so Multhauf. „Wir haben allein in Greifswald mehr als 11000 aktive Mitglieder in den Vereinen, die Kapazitäten, vor allem in den Sporthallen, reichen nicht aus. Wir brauchen noch eine neue Großsporthalle“, so Multhauf. Die Auszeichnung des Ministerpräsidenten soll für ihn nun eine Wertschätzung sein. Eine Wertschätzung für über 40 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Hansestadt. „Ich bin schon stolz“, bekundet Multhauf letztlich.

Die zweite ausgezeichnete Greifswalderin, Britta Heinzelmann, erhielt die Ehrennadel des Landessportbundes in Gold. Damit wird vor allem ihrer Beteiligung am Aufbau und der Arbeit als Vorsitzende des Behinderten- und Seniorenvereins Rechnung getragen. „Der Verein hat sich vor allem dank Britta Heinzelmann zu einem der mitgliederstärksten und vielfältigsten Vereine der Hansestadt entwickelt. Sie hat diese Auszeichnung verdient“, lobt Bernt Petschaelis die Arbeit Heinzelmanns. „Ich freue mich für beide. Man kann die ehrenamtliche Arbeit gar nicht genug wertschätzen“, so Petschaelis abschließend. Das wäre vielleicht auch ein schönes Schlusswort im Buch über Heinzelmanns und Multhaufs Leben für den Greifswalder Sport.

Von Chris-Benjamin Beling

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