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Greifswald Ein Oberst rettete die Stadt
Vorpommern Greifswald Ein Oberst rettete die Stadt
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00:05 15.09.2016

Die kampflose Übergabe der Hansestadt am 30. April 1945 war eine gemeinschaftliche Tat mutiger Männer unterschiedlicher politischer Ausrichtung. Das Spektrum reicht von Kommunisten bis zu Mitgliedern der NSDAP. Ihre Namen stehen auf Tafeln vor dem Bürgerschaftssaal.

Ohne Rudolf Petershagen (1901 bis 1969) wäre diese Entscheidung, die viel Leid verhinderte, indes nicht möglich gewesen. Er war Stadtkommandant und verweigerte den Befehl zur Verteidigung Greifswalds.

Als Oberst und Befehlshaber des 92. Panzerregiments aus Greifswald war er 1942 bei Stalingrad so schwer verletzt worden, dass er nicht mehr frontdiensttauglich war. Petershagen kam zur Garnison seines Regiments in der Hansestadt zurück, war ab 1943 Standortältester, ab 1. Januar 1945 Stadtkommandant. Mit seiner Frau Angelika wohnte er seit 1938 in der heutigen Petershagenallee.

Die Jahre 1945 bis 1948 verbrachte er in Kriegsgefangenschaft. Petershagen wurde 1951 während einer Münchenreise wegen angeblicher Spionage vom amerikanischen Geheimdienst verhaftet und für vier Jahre inhaftiert. Nach seiner Rückkehr 1955 avanvierte er in der regionalen Traditionspflege zur bestimmenden Figur der kampflosen Übergabe. Bei Umzügen wie am 1. Mai stand er auf der Ehrentribüne. Petershagens Autobiographie „Gewissen in Aufruhr“ wurde für das DDR-Fernsehen verfilmt.

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