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Ein ganzes Jahr im Einsatz für andere

Wege nach der Schule: Jugendlichen stehen viele Möglichkeiten offen Ein ganzes Jahr im Einsatz für andere

Viele Jugendliche entscheiden sich nach der Schule für ein freiwilliges soziales Jahr und finden sich dabei oft selbst

Greifswald. Das Nonplusultra der schulischen Ausbildung scheint für sehr viele heutzutage das Abitur zu sein – die Hochschulreife. Julian Lettnin beschloss jedoch, dass er das Abitur nicht brauche. Nach elf Jahren Schule ging er vom Gymnasium ab. „Ich will eh nicht studieren, sondern einen praktischen Beruf erlernen“, begründet der 18-Jährige diesen Schritt. Ein Jahr lang jobbte er zunächst und begann im September ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) an der Montessori-Schule Greifswald.

 

OZ-Bild

Der Schulhof der Montessori-Schule ist Julian Lettnin (18) schon vertraut. Von dem Tobe- und Entdeckungsdrang der Kinder hat er sich anstecken lassen: Er lernt jetzt Skateboard fahren. Fotos (4): Veronika Uhl

Ein FSJ kann jeder nach Vollendung seiner Schulzeitpflicht bis zum 27. Lebensjahr in sozialen, wohltätigen, kulturellen oder sportorientierten Einrichtungen absolvieren. Krankenhäuser, Museen, Menschenrechtsorganisationen, ja sogar Friedhöfe bieten Stellen an. Sinn dieser zwölf Monate ist es, Menschen zu helfen oder sich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Julian hofft, hinterher seine Stärken und Ziele klarer zu sehen. Er sagt: „Ich habe das auch gemacht, um mich zu finden.“

Das FSJ bringt für ihn einen weiteren Vorteil: Er kann es sich als praktischen Teil zu seinen elf Schuljahren anrechnen lassen und erlangt auf diese Weise die Fachhochschulreife. Unterstützt wird er vom Internationalen Bund, der ihn betreut. Außerdem bekommt er jeden Monat 300 Euro Taschengeld und kann sich in Seminaren mit anderen Freiwilligen austauschen.

Mit der Montessori-Schule als Einsatzstelle ist er vollauf zufrieden.„Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist sehr freundschaftlich. Der Zusammenhalt wird gefördert, keiner wird ausgeschlossen“, bewundert er das Schulprinzip. Zusammen mit zwei guten Freunden, die sich auch dort beworben haben, verbringt er seinen Acht-Stunden-Arbeitstag mit der Schülerbetreuung. Das könne ein echter Knochenjob sein.

„Die Kinder haben einfach viel mehr Energie als du, aber darauf nehmen sie keine Rücksicht.“ Trotzdem genieße er jeden Tag und möchte später vielleicht auch einen Beruf mit Kindern ausüben. „Sie haben die Möglichkeit, die Welt zu einer besseren zu machen“, schätzt er die kommenden Generationen ein.

• http://www.freiwilliges-jahr.de

Veronika Uhl

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