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Greifswald Ein neues Dach für die Groß Kiesower Kicker
Vorpommern Greifswald Ein neues Dach für die Groß Kiesower Kicker
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17:18 10.10.2018
Das Vereinshaus der SG Groß Kiesow. Quelle: Anne Ziebarth
Groß Kiesow

Die Sportler der SG Traktor Groß Kiesow haben allen Grund zur Freude. Nach jahrelanger Vorbereitungszeit und einem langen Weg durch die Förderinstanzen ist es geschafft: Die Finanzierung für das neue Dach des Vereinshauses steht. Bereits in der kommenden Woche sollen die Arbeiten starten, nach vier Wochen Bauzeit soll das Flachdach fertig sein.

„Es wurde zunehmend feucht von oben, das Dach war undicht“, merkt Cornelia Steinberg von der SG Traktor an. „Vieles haben die Männer bereits in Eigenarbeit gestemmt, aber das Dach muss professionell gemacht werden.“ Dass die Neueindeckung von rund 400 Quadratmetern Dachfläche nicht aus eigenen Vereinsmitteln aufzubringen ist, wurde schnell klar: Rund 53 000 Euro kostet die Baumaßnahme. „Also haben wir uns auf die Suche nach Fördermöglichkeiten gemacht“, sagt Cornelia Steinberg und seufzt. „Wenn ich vorher geahnt hätte, wie kompliziert das ist – vielleicht hätte ich mich gar nicht drangewagt.“ Doch eine Alternative gab es nicht. „Wenn das Sporthaus nicht mehr nutzbar gewesen wäre, hätte der Verein sich wohl aufgelöst“, so Steinberg. „Ein anderes Haus käme für die Nutzung nicht in Frage, die Nähe zum Sportplatz ist unbedingt erforderlich.“ Über den Landessportbund konnten 36 000 Euro eingeworben werden, zahlreiche Sponsoren aus der Gemeinde Groß Kiesow halfen, den Eigenanteil des Vereins von 14 000 Euro aufzubringen – und die Gemeinde beteiligte sich mit insgesamt 9000 Euro. „Wir versuchen auch sonst immer, ein bisschen Geld in unsere Vereine zu stecken, nicht nur die SG Groß Kiesow profitiert davon, auch der SV Dambeck“, sagt Groß Kiesows Bürgermeisterin Astrid Zschiesche. „Wenn ich sehe, dass andere Gemeinden dort nur eine Null bei den Zuschüssen stehen haben, wird mir immer ganz anders. Vereine sind doch ein wichtiger Bestandteil, gerade auf dem Land.“

Doch auch eine weitere finanzielle Unterstützung traf in der vergangenen Woche ein. Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) überbrachte der Gemeinde einen Förderbescheid über 7900 Euro aus dem Vorpommern-Fonds, um den Eigenanteil der Gemeinde für das neue Dach etwas abzufedern. „Für das Land ist das vielleicht nicht viel Geld“, merkte Dahlemann an, „aber ich weiß, dass man damit einer Gemeinde etwas bewirken kann.“ Bürgermeisterin Astrid Zschiesche nickt. Die Gemeinden der Region litten alle unter finanzieller Not, Steuereinnahmen würden die Ausgaben kaum decken. Dahlemann kennt die Situation und setzt auf die zweite Novelle des kommunalen Abgabengesetzes. „Die erste Novelle war ein Anfang, es muss aber weiter gehen“, macht er klar. „Langfristig muss die Kreisumlage gesenkt werden, um die Kommunen wieder handlungsfähig zu machen.“ Viel zu viel würde nach Ansicht des Staatssekretärs über Fördertöpfe geregelt, stattdessen müsse man die Finanzkraft und die Entscheidungsmöglichkeiten der Kommunen stärken. „Was mit den Mitteln der Kommunen umgesetzt wird, sollte auch in den Kommunen entschieden werden.“

Anne Friederike Ziebarth

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