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Greifswald Eine Karl-Marx-Büste auf dem Karl-Marx-Platz?
Vorpommern Greifswald Eine Karl-Marx-Büste auf dem Karl-Marx-Platz?
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00:00 27.10.2016

Die Forderung nach Kunst auf dem Karl-Marx-Platz wird lauter. Einstimmig sprach sich der Ortsrat Innenstadt dafür aus. „Wir sollten unsere bürgerschaftlichen Kräfte bündeln, um niveauvolle Kunst auf dem Platz zu installieren“, unterstützt CDU-Fraktionschef Axel Hochschild. Da ist er einig mit dem Kulturpolitiker der Linken, Peter Multhauf. „Wir dürfen nach dem ersten gescheiterten Anlauf nicht aufgeben“, sagt er.

Der Standort für Kunst auf dem Karl-Marx-Platz. Quelle: eob

Zur Erinnerung: Eine Jury hatte keinen der in einem Wettbewerb eingereichten Entwürfe für würdig befunden. Eine neue Ausschreibung sollte Greifswalder Künstlern wie Heinrich Zenichowski die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen, sagt Multhauf. „Ein Karl Marx wäre natürlich toll, ist aber nicht zwingend.“ Die Idee einer Büste für Karl Marx begrüßte Michael Hosang (SPD) auf der Sitzung des Ortsrates Innenstadt. Sie stammt von dem Bürger Oskar Gulla, der indes als seinen Favoriten sich begegnende Figuren für den Marx-Platz als Ort der Begegnung benannte, ohne sich konkreter festzulegen, „Mit der CDU-Fraktion wird es definitiv keine Marx-Büste auf dem Platz geben“, sagt Hochschild. „ Diese Schnapsidee ist völliger Unsinn und doch eher als verspäteter Aprilscherz zu verstehen.“ Man solle nicht den ideologischen Hirngespinsten Ewiggestriger Raum geben, meint er. „Seit 1868 hieß der Platz Carlsplatz und erst im Jahre 1946 wurde er in Karl-Marx-Platz umbenannt.“

In einer anderen Sache unterstützt Hochschild indes Multhauf. Fast zeitgleich mit dem Karl-Marx-Platz wurde der Carl-Paepke-Platz übergeben. Auf der Stele für den Vater des Greifswalder Bahnanschlusses fehlt die ursprünglich vorhandene Büste. Multhauf und Hochschild fordern die Herstellung einer Kopie. Laut Heinrich Zenichowski wäre das künstlerisch kein Problem.

Für die Kunst auf dem Karl-Marx-Platz schlägt der Ortsrat Innenstadt einen offenen Wettbewerb für Künstler aus MV vor. Als Jury sollte die Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum fungieren. Wie auf der Sitzung des Bauausschusses informiert wurde, stehen noch 24000 Euro für den Karl-Marx-Platz zur Verfügung. Bis zum Sommer müsse das Geld beim Land abgerechnet werden. Bedenken aus der Verwaltung, dass die Zeit zu kurz sei, teilen die Lokalpolitiker nicht.

Bausenator Jörg Hochheim (CDU) zeigte sich offen für das Anliegen. Laut Experten sind 24000 Euro für ein niveauvolles Kunstwerk an einer herausragenden Stelle am Ende der Einkaufsmeile allerdings eher zu wenig. Hochheim regte daher an, dass die Bürgerschaft über die Bereitstellung zusätzlicher Mittel nachdenkt. eob

OZ

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