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Greifswald Eine wichtige Erinnerung
Vorpommern Greifswald Eine wichtige Erinnerung
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00:00 28.11.2016

Vor 16 Jahren wurde der Obdachlose Eckhard Rütz in der Nacht zum 25. November brutal von Neonazis erschlagen. Diese Tat, wie auch der knapp ein halbes Jahr zuvor verübte Mord an dem ebenfalls obdachlosen Klaus Dieter Gerecke lösten in Greifswald einen Aufschrei des Entsetzens aus. Drei Jugendliche im Alter von 18 bis 20 Jahren hatten im Juni auf Gerecke eingetreten, bis er aufgrund massiver Schädel-, Gesichts- und Rippenverletzungen schließlich verblutet war. Heute erinnern an beide Opfer rechtsextremer Gewalt Gedenksteine, an der Gützkower Straße für Gerecke und an der Mensa am Schießwall an Rütz. Es ist gut, dass auch in diesem Jahr am Abend des 25. November wieder über 70 Greifswalder zusammenkamen, um der beiden ermordeten Menschen zu gedenken. Kränze wurden niedergelegt und Kerzen an der Gedenktafel für Eckhard Rütz entzündet. Das ist wichtig, immer neue Nachrichten von Morden und Gewalt verdrängen rasch das Grauen von gestern. Die Morde an Gerecke und Rütz waren aber auch deshalb so unmenschlich, weil sie sich gegen schwache Menschen richteten, die sich nicht wehren konnten. Wir feiern bald Weihnachten, es lohnt sich, Menschlichkeit zu schenken.

OZ

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