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Eintritt fürs Fischerfest könnte auf drei Euro steigen

Greifswald Eintritt fürs Fischerfest könnte auf drei Euro steigen

Nach Angaben der Stadtverwaltung verursacht das Volksfest ein seit Jahren wachsendes Defizit. Deswegen wird über eine Preiserhöhung um 50 Cent diskutiert.

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Im vergangenen Jahr kamen mit etwa 40 000 Besuchern vergleichsweise wenige zum Fischerfest. Das Wetter war an allen drei Tagen schlecht.

Quelle: privat

Greifswald. Müssen Besucher des Fischerfestes in diesem Jahr drei statt 2,50 Euro pro Tag berappen? Darüber diskutieren derzeit die Organisatoren des größten Volksfestes in Vorpommern. „Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben für die Erfüllung der Erwartungen wird immer größer“, sagt Ordnungsamtsleiter Steffen Winckler. Als wichtigen Grund nannte er die Ausgaben für die Sicherheit. Auf der Sitzung des Ortsrates Wieck-Ladebow gab es in dieser Woche einen regelrechten Sturm der Entrüstung gegen das Vorhaben. Eine Preiserhöhung sei unsozial gerade gegenüber Familien, war die allgemeine Auffassung.

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Meiner Meinung nach wäre die Erhöhung des Eintritts in Ordnung, wenn die Buden nicht ständig ihre Preise anheben würden. Dann wären die drei Euro okay.“Max Doege (19), Auszubildender

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Der Ortsrat fordert zudem, dass alle Ladebower gegen Vorlage ihres Ausweises kostenlos zur Eldenaer Seite wechseln können, sprich das Fischerfest kostenlos besuchen. Die avisierte Preissteigerung kritisiert Ortsratsmitglied Dietmar Steigel (FDP) insbesondere wegen des seit Jahren sinkenden Niveaus des Fischerfestes. Die auftretenden Bands seien nur noch zweite oder dritte Garnitur. Nach seiner Beobachtung gingen die Besucherzahlen zurück. Er befürchtet, dass noch weniger Menschen kommen, wenn die Preise steigen.

Ähnlich sieht es Christian Kruse (CDU). „Die Leute schieben sich nicht mehr bei mir vorbei“, sagt der Fischhändler. Er erinnert daran, dass Anfang der 1990er Jahre der Eintritt frei gewesen sei. Die Stände würden doch Gebühren zahlen. „Wir reden hier über Familien die Spaß haben wollen“, sagte Kruse. Da müsse etwas geboten werden. „Bei der Hansesail und beim Freester Fischerfest wird kein Eintritt erhoben.“ Ordnungsamtschef Winckler verweist darauf, dass das Hansesail-Büro eine sechsstellige Summe von der Stadt Rostock als Zuschuss bekomme. In Freest habe man die Parkgebühren und die Gemeinde gebe Geld dazu. „Die Vermarktung von Musik hat sich grundlegend verändert“, sagt Winckler. Früher hätten die Gruppen vom Verkauf von Tonträgern gelebt, jetzt seien es die Bühnenauftritte.

Das könne man weder mit 2,50 Euro noch mit drei Euro auch nur ansatzweise auffangen.

Zur Höhe und Entwicklung des Defizits wollte sich die Stadtverwaltung auf OZ-Nachfrage nicht äußern. Derzeit fänden noch Detailabstimmungen zu einigen Veranstaltungshöhepunkten und den sich daraus ergebenen Kosten statt, hieß es. Die Stadt und die Großmarkt Rostock GmbH als Produzent gingen davon aus, dass eine Entscheidung zum Brückenzoll bis Ende Mai getroffen werde.

Erstmals wieder Fischer beim Fischerfest
Das größte Volksfest in Vorpommern findet vom 19. bis 21. Juli statt. Es wird am Freitagabend eröffnet.


Die Wiecker Fischer nehmen 2013 nach jahrelanger Pause wieder am Veranstaltungsprogramm teil. Das teilte Renate Kliefoth, Mitglied der Vorbereitungsgruppe dem Ortsrat mit. Die Fischer hatten das Fest seit 2009 boykottiert. Ingo Ohlert, der 2012 verstorbene Vorsitzende der Fischereigenossenschaft, begründete das mit einem Protest gegen die Fischereipolitik der Europäischen Union.

Gespräche für einen Neubeginn waren erfolgreich.

Eckhard Oberdörfer

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Greifswald
Die Organisatoren des Fischerfestes in Greifswald planen höhere Eintrittspreise.

Drei Euro Eintritt wird das Greifswalder Volksfest wahrscheinlich künftig kosten. Als Grund, wird der erhöhte Aufwand für die Sicherheit von den Stadtvertretern genannt.

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