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Greifswald Einkaufscenter zieht jedes Jahr Millionen Kunden
Vorpommern Greifswald Einkaufscenter zieht jedes Jahr Millionen Kunden
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14:54 13.11.2018
Das Einkaufscenter Elisenpark feiert in diesem Jahr sein 25. Bestehen. Quelle: Petra Hase
Greifswald

Das Areal ist sechs Tage pro Woche geprägt vom Kommen und Gehen tausender Menschen. Jährlich kehren mehrere Millionen Kunden in die Ladenstraße ein. Damit schreibt der Elisenpark als größtes Einkaufszentrum Greifswalds auch 25 Jahre nach seiner Eröffnung Erfolgsgeschichte. „Leerstand gibt es bei uns nicht, die Fluktuation ist gering. Zieht ein Mieter aus, eröffnet bald darauf ein neuer“, sagt Centermanager Ralf Müller, der seit Mai die Fäden in der Hand hält. So ist es auch demnächst: Der New Yorker ziehe aus, Ernstings Family im Januar ein.

45 Unternehmen sind im Elisenpark ansässig, davon ein Viertel seit der ersten Stunde. Zu ihnen gehört Real, der mit seinen 7000 Quadratmetern zu den großen Playern des Centers zählt. 160 Mitarbeiter sorgen für ein florierendes Warenhaus, bringen 75000 Produkte an die Frau, den Mann. Ein Markt, offenbart Leiter Andreas Philipp, der „pro Jahr weit über eine Million Kunden“ begrüßt und im Vergleich zu anderen gut dastehe. Trotzdem gebe es Sorgen: Neue Leute zu bekommen, sei schwierig. „Gut ausgebildeter Nachwuchs macht sich rar. Der Fachkräftemangel ist besonders im Frischeservicebereich spürbar“, sagt er. Die letzten Bewerbungsgespräche – ernüchternd. „Ab sechs Uhr morgens will keiner gern arbeiten.“ Was die Zukunft bringe, sei ungewiss. „Zum Glück habe ich Fleischer, die ihr Handwerk noch gelernt haben“, lobt Philipp. Doch vier andere Stellen seien derzeit offen.

Rund 500 Beschäftigte im Einkaufscenter

Mit 9000 Quadratmetern das flächenmäßig größte Unternehmen ist der Obi-Baumarkt, wovon mehr als ein Drittel Gartenmarkt ist. Im Juni 2014 zog er dort ein, wo zuvor der Max Bahr-Markt Insolvenz anmeldete. Probleme mit dem Kaufinteresse der Hansestädter? „Nein. Wir sind sehr zufrieden mit diesem Jahr“, sagt Marktleiter Florian Boldt. Auch wenn die Gartensaison längst vorbei sei, gebe es doch genügend zu tun. Werde es draußen dunkler, kümmerten sich die Menschen um neue Farben für die Wohnung, neue Innenbeleuchtung, Smarttechnologien und anderes mehr. „Wir haben eigentlich ständig wechselnde Themen“, sagt Boldt, zu dessen Team 40 Mitarbeiter zählen.

Insgesamt, so Centermanager Ralf Müller, arbeiten im Haus um die 450 Beschäftigte. „Mit Dienstleistern sind es über 500. Eine richtige Jobmaschine“, sagt er. Neben den großen Anbietern wie Real, Obi, Mediamarkt und Adler gibt es viele kleine Läden, die sich seit Jahren behaupten. Zu ihnen gehört Sylvia Pantermöller, die hier 1993 auf 70 Quadratmetern ihren Geschenkeladen „Keramik & Dekor“ eröffnete und damit auch zu den Gründern zählt. Bereut habe sie es nie. Im Gegenteil: „Ich habe viele dankbare Kunden“, sagt die Geschäftsfrau, „deshalb macht es noch immer großen Spaß.“

Öffnungszeit von 10 bis 20 Uhr

Alle unter einen Hut zu bekommen, so Centermanager Müller, sei eine Herausforderung – und nicht jede Idee realisierbar. Einheitliche Öffnungszeit für den gesamten Einkaufstempel? Illusorisch. „Früh um acht geht niemand Textilien kaufen“, sagt er und hat deshalb Verständnis für jene, die später öffnen. Die Stärke eines Centers liege immer in verlässlichen Öffnungszeiten. Für den Elisenpark bedeute dies: „Wir werben mit 10 bis 20 Uhr, in den Randzeiten gibt es individuelle Lösungen“, sagt er.

Ralf Müller ist froh, dass es im Einkaufscenter einen so großen Branchenmix gibt. Ob Lebensmittel, Drogerieartikel, Technik, Sportwaren, Friseur, Apotheke, Bäcker, Blumen bis hin zur Gastronomie... „Das ist schon toll“, sagt Müller, der auch andere Center kennt, neben dem Elisenpark selbst noch das Odercenter in Schwedt managt. „Wer hier arbeitet, arbeitet hart. Aber die Gewinnspanne ist zumindest so auskömmlich, dass Unternehmer und Mitarbeiter davon leben können“, schätzt er ein. Mehr Kundschaft sei immer wünschenswert. Deshalb begrüßt Müller die Pläne eines Investors, auf dem Nachbargrundstück weitere Angebote zu schaffen (siehe unten).

Gemeinsame Aktionen mit der Innenstadt

Unterm Strich agiert das Elisenpark-Center als starke Familie. „Auch unsere Werbegemeinschaft funktioniert gut“, urteilt Frank Embach, Chef von E&N Collection. Als Vorsitzender des Vereins Greifswalder Innenstadt freut er sich, dass das Center und die Innenstadthändler zusammenarbeiten: „Veranstalten wir gemeinsam den verkaufsoffenen Sonntag, hat das eine viel größere Sogwirkung, als wenn nur einer das Angebot unterbreitet.“

Petra Hase

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