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Greifswald Eltern-Frust im Freizeitbad
Vorpommern Greifswald Eltern-Frust im Freizeitbad
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00:01 26.04.2016
Eine kurzzeitige Nutzung zu einem entsprechend niedrigen Preis ist Eltern mit Kleinkindern nur am Freitag möglich. Quelle: Peter Binder

Eltern klagen über das Freizeitbad. Das biete so gut wie keinen Kurzzeit-Tarif an. Lediglich am Freitag sei Gelegenheit, die Anlage in der Pappelallee für nur eineinhalb Stunden und einen entsprechend niedrigen Eintritt zu nutzen.

Ich will nicht eine Familienkarte für einen Tag, sondern einfach zwei Stunden mit meinem Kind baden.“Manuela Knorr, Mutter aus Greifswald

Bernd Hoffmann aus Mesekenhagen ist das zu wenig. Mit seinen zwei Kleinkindern wolle und könne er nicht stundenlang im Bad ausharren. Ihnen fehle die Ausdauer für einen längeren Aufenthalt. Ein ständig geltender Kurzzeit-Tarif, etwa für zwei Stunden, wäre deshalb hilfreich, meint der 48-Jährige.

Kritik an den geltenden Bedingungen übt auch Stefan Lange aus Neuenkirchen, Vater eines zweijährigen Jungen: „Beim Frühschwimmertarif ist nur das Schwimmerbecken nutzbar. Der Abendtarif ist für Familien mit kleinen Kindern keine Option. Und der sogenannte Happy-Freitag fokussiert optimierte Preise nur auf einen Tag.“ Abgesehen davon sei es arbeitenden Eltern von Kleinkindern überhaupt nicht möglich, an einem werktäglichen Freitag mit ihren Sprösslingen in das Freizeitbad zu gehen.

„Ich will nicht eine Familienkarte für den ganzen Tag erwerben, sondern einfach ein, zwei Stunden mit meinem Kind baden gehen und das zu einem annehmbaren Preis“, gibt Manuela Knorr aus Greifswald zu bedenken. In ihrer Heimatstadt Brandenburg (Havel) könne jeder das Schwimmbad auch nur zwei Stunden lang nutzen und das für weniger als fünf Euro, schildert die Mutter eines zweijährigen Mädchens.

In der Schwimmbad und Anlagen Greifswald GmbH sieht man sich offenbar außer Stande, dem Elternwunsch nach einem ständigen Kurzzeittarif nachzukommen. „Wir betreiben das Bad nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen: Die Kosten für Wasser, Strom und Heizung steigen ständig und müssen finanziert werden“, erklärt Betriebsassistentin Ulrike Waterstraat. Ungeachtet dessen halte das Unternehmen seit Jahren Vergünstigungen für Familien aufrecht. „Da ist zum einen der preisgeminderte Ganztagstarif für Familien mit bis zu vier Kindern. Eltern mit kleinen Kindern kommen in den Genuss unseres Steppe-Bonus: Mädchen und Jungen, die kleiner als ein Meter sind, können das Bad kostenlos nutzen.“ Nicht zuletzt sei da der Happy Friday-Tarif — „eine gute Möglichkeit, mit seinen Kindern kostengünstig baden zu gehen“, meint Waterstraat und fügt hinzu: „Wirtschaftlich sinnvoll ist der nicht.“

Womöglich kommt die Kritik der Eltern ja doch noch mal zur Sprache: Man denke immer über alles nach, bemerkt Ulrike Waterstraat. „Wir sitzen demnächst wieder zusammen und schauen, ob wir etwas verändern können.“

Ginge es nach Bernd Hoffmann, würden nicht nur die Tarife neu gestaltet. Auch die Nutzbarkeit des Bades am früheren Vormittag würde er auf den Prüfstand stellen. Als Hoffmann unlängst mit seinen Kleinkindern das Bad vor 10 Uhr betrat, war nur das Schwimmbecken geöffnet.

Viel Ganztag, kaum Kurzzeit

Für das Freizeitbad gelten folgende Tarife: Montag bis Freitag ganztags — Erwachsene 9,50 Euro, Kinder unter einem Meter Größe frei, Kinder darüber sechs Euro. Sonnabend, Sonntag und Feiertag ganztägig — Erwachsene 10,50 Euro, Kinder über einem Meter bis zum Alter von 15 Jahren sieben Euro. Fit am Morgen (zwei Stunden Schwimmen) — Erwachsene 4,50 Uhr, Kinder 3,50 Euro.

Happy-Freitag (1,5 Stunden) — Erwachsene 5,50 Euro, Kinder drei Euro.

Von Sven Jeske

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