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Endlich: Auch Dingodame Wanda hat jetzt einen Paten

Greifswald Endlich: Auch Dingodame Wanda hat jetzt einen Paten

Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft WVG ist ab sofort Tierpate für ein Dingoweibchen im Greifswalder Tierpark.

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Die Dingofamilie im Tierpark mit Wanda in der Mitte.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Wanda blickt unbeteiligt, liegt mit allen Pfoten von sich gestreckt im Gehege. Dabei ist es ein wichtiger Tag für das Dingoweibchen im Greifswalder Tierpark.

Denn die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) übernimmt eine Tierpatenschaft für die siebenjährige Dingodame. Und das nicht nur für ein Jahr, wie es in der Regel üblich ist, sondern auf Lebenszeit.

„Eigentlich wollten wir Pate eines Wolfes werden, doch der Greifswalder Tierpark besitzt leider keine mehr“, sagt der Geschäftsführer der WVG, Klaus-Peter Adomeit. Deshalb entschieden sie sich für einen Dingo, der vom Wolf abstammt. Das kommunale Unternehmen bezahlt nun 200 Euro im Jahr für Wanda, deren Namen sich die WVG aussuchen durfte.

„Mit dem Geld werden Futtermittel und Tierarztkosten bezahlt“, erklärt Cheftierpfleger Frank Tetzlaff. Tierpate kann jeder werden. Die Patenschaft für ein Kaninchen oder Meerschweinchen kostet 25

Euro im Jahr. Mit der Größe des Tieres steigen auch die Kosten, auf 250 Euro für ein Alpaka. Dafür bekommt der Pate eine Urkunde und einen Steckbrief mit Informationen zu seinem Patentier. Der Zoo veranstaltet jedes Jahr einen Tag speziell für die Tierpaten des Parks. Außerdem können die Paten jederzeit zusammen mit einem Pfleger in das Gehege ihres Schützlings gehen, um den näheren Kontakt zu suchen. „Tierpatenschaften sind ein sehr beliebtes Geschenk“, sagt Tierparkchefin Heidi Schönherr. Alle 87 Paten stehen auf einer Schautafel im Tiergarten. Dort kann jeder nachlesen, wer in diesem Jahr Pate ist.

Wanda lebt im Greifswalder Tiergarten zusammen mit drei weiteren Dingos. Insgesamt gibt es dort drei Weibchen und ein Männchen. Mit vier Tieren ist das Gehege ausgelastet. Um weitere Geburten zu verhindern, wurde das Männchen kastriert. Seit mehr als zehn Jahren ist der Tierpark im Besitz von Dingos. Das Gehege war früher in zwei Teile aufgeteilt: einer für die Dingos und einer für Wölfe.

Wegen des begrenzten Platzes entschied sich der Park gegen die Wölfe und vergrößerte das Dingo-Gehege.

Der Dingo ist eine recht scheue Hunderasse, die sich von Australien aus verbreitet hat. Fremde Menschen sind den Tieren nicht geheuer, sie können sich jedoch an sie gewöhnen. Im Durchschnitt wiegt ein Dingo 20 Kilogramm und kann bis zu 15 Jahre alt werden. In der Natur sind die Tiere meist nachtaktiv.

Alpaka-Hengst Kimi ist tot
Alpaka-Hengst Kimi musste am Montag eingeschläfert werden. Das teilte gestern Heiko Köpke mit, Inhaber der Alpaka-Farm in Mesekenhagen, der sich in den vergangenen Monaten um das Tier gekümmert hatte. Das tat er in Zusammenarbeit mit dem Naturerlebnispark Gristow, in dem Kimi seit Juni 2013 lebte. Davor gehörte der Alpaka-Hengst zu der Familie des Greifswalder Tierparks.
Cheftierpfleger Frank Tetzlaff, der gestern noch nichts vom Tod des Alpaka-Hengstes wusste, hatte vor einem Jahr entschieden, Kimi wegzugeben. Grund war die zunehmende Aggressivität des Tieres, die zur Gefahr für die Besucher wurde. „Kimi hob seinen Kopf übers Gitter und spuckte die Menschen mit seinem Magensaft an. Das war leider nicht mehr tragbar für uns“, erklärt Tetzlaff.
Im Naturerlebnispark wohnte er mit zwei Alpaka-Hengsten aus der Zucht von Heiko Köpke zusammen. Doch die Probleme konnten nicht mehr behoben werden. „Im Tierpark gab es keine anderen Alpaka-Männchen.
Das wäre jedoch wichtig gewesen, weil die Tiere gegeneinander um die Rangfolge kämpfen“, erklärt Köpke. Weil das nicht möglich war, habe sich Kimi vollkommen auf den Menschen fixiert und diesen dann auch bespuckt. Das machen Alpakas sonst nur untereinander. Einmal habe Kimi sogar eine Mitarbeiterin des Erlebnisparks in den Arm gebissen, als diese den Alpaka scheren wollte. Deswegen sei letztlich die Entscheidung getroffen worden, das Tier einschläfern zu lassen.
Die WVG hatte in der Vergangenheit eine Patenschaft für Kimi.

 



OZ

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