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Energiepark in Peenemünde wartet weiter auf Saft

Peenemünde Energiepark in Peenemünde wartet weiter auf Saft

Baustart für ein Testfeld auf dem Flugplatz verzögert sich, weil die Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden muss.

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Mit jedem Monat, der ins Land geht, muss das Konzept umgearbeitet werden.“Dirk Schmidt, Projektleiter von EurA

Peenemünde. Noch immer kein Strom vom Flugplatz: Die Investoren um die Firma Sun Island Solarpark Peenemünde warten weiter auf die Baugenehmigung für das erste Test- und Forschungsfeld für den Energiepark mit einer Kapazität von 10 Megawatt. Für rund 16 Millionen Euro soll eine knapp 13 Hektar große Fläche mit rund 18 000 Solartrackern bestückt werden. „Im August 2012 haben wir beim Landkreis den Bauantrag gestellt. Wir hatten schon die Hoffnung, dass wir im letzten Jahr noch grünes Licht bekommen“, sagt Wolf Uwe Rilke vom Berliner Planungsbüro P 4. Bislang fehle aber das Einvernehmen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald.

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Mit jedem Monat, der ins Land geht, muss das Konzept umgearbeitet werden.“Dirk Schmidt, Projektleiter von EurA

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Kreissprecher Achim Froitzheim weiß warum: „Die Zulassung eines Solarparks in der beabsichtigten Größe als Teilbereich des Plangebietes ist im Landschaftsschutzgebiet ,Insel Usedom mit Festlandgürtel‘ nicht mit einer Ausnahmegenehmigung oder Befreiung möglich. Die Landschaftsschutzgebietsverordnung muss für diesen Teilbereich aufgehoben werden.“

Für Rilke unverständlich: „Wie konnte denn ein Flugplatz in das Landschaftsschutzgebiet kommen?“ Um das Test- und Forschungsfeld in Peenemünde auf den Weg zu bringen, bedarf es nun einer Planung, die sich aus dem Flächennutzungsplan der Gemeinde entwickelt. „Hierzu erfolgt zur Zeit die Änderung des Flächennutzungsplanes. Wenn dieser durch den Kreis geprüft ist, kann das Verfahren auf Ausgliederung aus dem Landschaftsschutzgebiet beginnen. Die Unterlagen zur Änderung des Flächennutzungsplanes liegen aber noch nicht vor“, so der Kreissprecher.

Für die Investoren ein Rückschritt: „Mit jedem Monat, der ins Land geht, muss das Konzept umgearbeitet werden“, bedauert Projektleiter Dirk Schmidt von der Firma EurA Innovation aus Zella-Mehlis. Vom ursprünglichen Plan, auf vier Solarfeldern Module mit einer Leistung von 100 Megawatt zu installieren, sind die Investoren bereits abgekommen. Im Gespräch sind für den Energiepark jetzt 70 Megawatt auf einer Fläche von 56 Hektar. Dazu soll es ein Forschungs- und Entwicklungszentrum der Universität Wildau mit den Schwerpunkten Stromerzeugung zur Energiespeicherung sowie Energieerzeugung aus Wasserstoff geben. Mit dem Testfeld sollte der Startschuss erfolgen. Flugplatz-Eigentümer Thomas Lamla hat inzwischen den Verein „Peenemünder Forschungs- und Innovationszentrum für Energiespeichertechnologien“ gegründet.

Bei Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes löst die Verzögerung Unverständnis aus: „Seit mehr als 60 Jahren gibt es in dem Landschaftsschutzgebiet eine Fluggenehmigung. Nun sollen auf einer Betonfläche nur Bohrungen vorgenommen werden. Und da gibt es Probleme.“ Der Energiepark sei enorm wichtig für die Entwicklung der Gemeinde. „Das Projekt ist ein Schwerpunkt im Regionalen Entwicklungskonzept der Gemeinde Peenemünde 2020.“

Regionales Entwicklungskonzept Peenemünde
Das Regionale Entwicklungskonzept der Gemeinde Peenemünde bis 2020 ist durch Beschluss der Gemeindevertretung im Februar 2012 von den Abgeordneten beschlossen worden. Das 135 Seiten starke Dokument ist der Anfang eines langen Weges hin zur nachhaltigen wirtschaftlichen Stärkung des Standortes Peenemünde. Entsprechend einer Prioritätenliste zählen die Hafenpromenade, der Energiepark, das Historisch-Technische Museum, der Haupthafen und das Hafenquartier zu den Schlüsselprojekten. Das Konzept soll künftig als Steuerungs-

und Planungsinstrument dienen.

Henrik Nitzsche

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