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Greifswald Erdferkel aus Marburg feiern Sieg
Vorpommern Greifswald Erdferkel aus Marburg feiern Sieg
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00:00 17.10.2017
Greifswald/Eldena

Urplötzlich brach am Eldenaer Strand großer Jubel aus. Das Team Hässliche Erdferkel sprang wild umher, umarmte und herzte sich – und das aus gutem Grund. Seit wenigen Augenblicken waren die Marburger Deutscher Beachmeister im Ultimate Frisbee.

Ultimate Frisbee ist eine Sportart, die hierzulande eher zu den unbekannteren gehört und in Mecklenburg-Vorpommern mit Rostock (Endzonis) und Greifswald (Griffin’s Lehre) nur zwei Standorte vorzuweisen hat. Beiden MV-Vereinen flatterte vor wenigen Wochen eine Anfrage des Deutschen Frisbeesport-Verbandes ins Haus, ob sie eventuell die erstmals stattfindende Deutsche Beachmeisterschaft ausrichten wollen.

Greifswald sagte zu. „Die Anfrage kam natürlich recht kurzfristig, sodass wir vieles mit heißer Nadel stricken mussten. Ich denke aber, dass wir es insgesamt ganz gut hinbekommen haben“, sagt Mitorganisator Malte Bläring von der Frisbee-Abteilung der HSG Uni Greifswald. „Die Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft ist für unseren Verein natürlich schon ein kleines Highlight.“

Für die „Hässlichen Erdferkel“ war der Gewinn der Meisterschaft ein großer Höhepunkt, dürfen sie Deutschland doch bei der ersten europäischen Beachmeisterschaft vertreten. Der Marburger Frisbee- Club setzte sich in einem hochdramatischen Finale mit 11:9 gegen Wall City aus Berlin durch. „Wahnsinn. Für uns kommt der Sieg schon ein wenig überraschend. Wir haben, sportlich gesehen, schon ein richtig geiles Wochenende hingelegt. Als Team haben wir super funktioniert“, freut sich Steffen Döscher, der Kapitän der Erdferkel.

Ob sie als Sieger auch das Ticket für die in Barcelona stattfindenden European Ultimate Club Championships ziehen werden, bleibt jedoch abzuwarten. „Wir haben im kommenden Sommer schon eine Weltmeisterschaft im Terminkalender. Da müssen wir schauen, ob wir das alles unter einen Hut bekommen“, sagt Döscher.

Unter Dach und Fach brachten ihrerseits jedenfalls die Hamburger Seagulls den Titel bei den Damen. Mixed-Sieger wurden die Mainzelrenner. Dort spielte unter anderem auch Bernhard Otto, der Vizepräsident des Deutschen Frisbeesport-Verbandes, als Spieler eine tragende Rolle.

„Wir sind mit der Ausrichtung der Beach-Meisterschaften hier in Greifswald sehr zufrieden. Das große Interesse an dieser Veranstaltung bestärkt uns darin, auch weiterhin an dieser Meisterschaft festzuhalten“, sagt Otto.

Auch die beiden MV-Teams sind mit ihrem Abschneiden zufrieden. Während die Greifswalder Griffin’s Lehre den neunten Platz (Mixed) belegten, wurden die Endzonis erst im Endspiel (ebenfalls Mixed) der Titelkämpfe gestoppt. „Der zweite Platz ist für uns ein grandioses Ergebnis“, sagt Johannes Block, Spieler und zweiter Vorsitzender des Vereins; „Jetzt gilt es, diesen Schwung in die kommende Hallen- und Rasensaison mitzunehmen.“

Peter Krüger

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