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Greifswald Erfolgreiche Werbung für Studium in Greifswald
Vorpommern Greifswald Erfolgreiche Werbung für Studium in Greifswald
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00:00 31.01.2018
Beratung von Studieninteressierten bei den Hochschulinformationstagen in Greifswald. Dabei kommt es gut an, wenn Greifswalder Studenten die potenziellen Erstsemester beraten. FOTOS (2): UNIVERSITÄT
Greifswald

Die Universität Greifswald punktet bei Abiturienten mit der Qualität ihrer Ausbildung. Das ist ein Ergebnis einer Befragung der Erstsemester zum Erfolg von Werbemaßnahmen vor Studienbeginn. Ein Drittel nannte als einen Grund für den Gang nach Vorpommern den guten Ruf der Uni, ein Viertel die Existenz des gewünschten Abschlusses in Greifswald. Ein Fünftel gab an, in Greifswald die die passende Ausbildung für die gewünschte Berufsperspektive gefunden zu haben.

„„Es hat sich herumgesprochen, dass man an der Universität in Greifswald in kleinen Gruppen studieren kann.“Fanny Neumann Pressestelle der Universität

Abiturnote liegt unter dem Durchschnitt im Bund

„Ich bin sehr glücklich, dass immer mehr junge Leute nach Greifswald kommen. Sie bekommen hier eine sehr gute Ausbildung“, kommentiert der für Studium und Lehre zuständige Prorektor Prof. Steffen Fleßa. In Greifswald erfolge die Ausbildung zügig, mit dem Wissen, das im Berufsleben benötigt werde. Dafür spreche auch, dass Greifswald Studierende aus dem gesamten Bundesgebiet anziehe. Aus Mecklenburg-Vorpommern kommt rund ein Viertel. „Greifswald ist für über 60 Prozent der Studienanfänger der Erstwunsch und für 23 der Zweitwunsch als Studienort und das bei etwa 400 Hochschulen in Deutschland“, merkt Fanny Neumann, die fürs Studierendenmarketing zuständige Mitarbeiterin der Universität, an. Dass etwa 20 Prozent der Befragten nur deshalb nach Greifswald kamen, weil sie sich an einer anderen Hochschule keine Chancen ausrechneten, besitzt für Thomas Jenssen, Geschäftsführer des Rektorats, nur geringe Aussagekraft.

Es habe sich herumgesprochen, dass man in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald in kleinen, übersichtlichen Gruppen studieren könne. Zunehmend gefragt seien interdisziplinäre Studiengänge wie die Umweltwissenschaften der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. „Beim wiedereingeführte Lehramtsstudium Mathematik haben wir die geforderten Einschreibezahlen erfüllt“, hebt Prorektor Fleßa hervor.

Physiklehrerstudium soll wieder möglich werden

Das Lehrerstudium in MV ist planwirtschaftlich mit bestimmten, relativ kleinen Kontingenten, aufgeteilt auf zukünftige Regional- und Gymnasiallehrer, organisiert. „Wenn die Lehrerbedarfsprognose stimmt, bilden wir im Land zu wenig Lehrer aus“, sagt der Prorektor. In einer großen Kürzungsrunde waren im Jahr 2008 alle naturwissenschaftlichen Lehramtsfächer, bis auf Geographie, an der Uni Greifswald geschlossen worden. Damit wurden auch die Kombinationsmöglichkeiten stark eingeschränkt. „Priorität für uns hat die Wiedereinführung von Physik als weiteres Lehramtsfach“, so Fleßa.

Kurzfristig sei das nach Auskunft des Bildungsministeriums nicht möglich. Aber mit der nächsten Zielvereinbarung mit dem Land für die Zeit nach 2020 soll über das Physikproblem verhandelt werden.

Die Uni verdankt ihre hohe Studentenzahl auch dem Verzicht auf eine Zulassungsbeschränkung, Numerus Clausus (NC), bei beliebten Fächern, wie Betriebswirtschaftslehre und Jura. „Das heißt nicht, dass die Qualität schlecht und die Ansprüche niedrig sind“, sagt Pressesprecher Jan Meßerschmidt. „In BWL ist es auch normal, dass es keinen NC gibt“, so Fleßa dazu. Laut Jenssen ist der Verzicht auf die Zulassungsbeschränkung auch nur durch die Einstellung von zusätzlichem Personal über die Hochschulpaktmittel des Bundes möglich.

Hochschule punktet auch mit niedrigen Kosten

Neben hoher Studienqualität sind laut Befragung die Attraktivität der Umgebung, die Lage nahe dem Meer, die attraktive Stadt und die Größe der Universität die wichtigsten Argumente für die Wahl Greifswalds. Etwa jeder zweite Anfänger hat diese Kriterien als einen der Gründe für seine Einschreibung in Greifswald genannt. „Die vergleichsweise geringen Lebenshaltungskosten sind ebenfalls ein wichtiges Argument“, sagt Fanny Neumann. „Es wird keine Zweitwohnungssteuer erhoben, und der Semesterbeitrag ist verhältnismäßig gering. Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben liegen unter dem Bundesdurchschnitt.“ Jeder Dritte Bewerber folgte einer Empfehlung von Freunden, Bekannten oder der Familie.

Werbung an polnischen Schulen mit Deutschdiplom

Die Greifswalder bemühen sich auch um ausländische Studierende, betonen Neumann und Meßerschmidt. So sei die Universität mit dem Büro des OB für Städtepartnerschaften im Gespräch, um diese Kontakte für die Werbung für Greifswald zu nutzen. „Seit zwei Jahren besuchen wir polnische Schulen, die das deutsche Sprachdiplom vergeben“, berichtet Thomas Jenssen. Die Absolventen dieser Bildungseinrichtungen können ohne weitere Qualifikation in der Bundesrepublik studieren. In Polen sei Deutsch zweite Fremdsprache, ein guter Anknüpfungspunkt. Die Zahl polnischer Studierender sei stabil, die beiderseitigen Erfahrungen positiv.

Eckhard Oberdörfer

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