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00:00 14.03.2016

Maik Wöhlert (26) hat einen Kurt-von-Fritz-Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung bekommen. Die Auszeichnungen werden alljährlich für die besten geistes- und sozialwissenschaftlichen Abschlussarbeiten in MV verliehen.

Maik Wöhlert Quelle: Juliane Langer

Der in Hamburg aufgewachsene Wöhlert hat über „Kritik und Retributivismus — Hegel und der strafrechtliche Diskurs der Moderne“ im Fach Philosophie beziehungsweise Rechtsphilosophie geschrieben. „Ich wusste schon als kleines Kind, dass ich später einmal Sachverhalte theoretisch durchdringen und mit Politik zu tun haben möchte“, erzählt er. 2011 begann Wöhlert ein Lehramtsstudium in Greifswald, merkte aber bald, dass das nicht die beste Wahl für ihn ist. „Zwar macht es mir Spaß, vor der Klasse zu stehen, die Vorbereitung zermürbt jedoch die letzte Motivation und den wachen Geist“, erzählt er. Frei nach Erich Kästner betont Wöhlert: „Echte Lehrer sind Helden, ich kann jedoch kein Held sein.“ Er studierte parallel auch Jura und lernte dabei den großen Philosophen Hegel kennen und lieben. „Hegel war schwer“, erzählt er. „Mit Hegel konnte man Leute beeindrucken: Selbst wenn man nur die Hälfte von dem verstand, was Hegel mit seinen Schriften intendiert hatte, so rangierte der Gesichtsausdruck des Gegenübers beim Zitieren von Hegel von interessiert-ungläubig bis tief bestürzt.“ Der Philosoph habe auch in der Geschichte, Rechtsdogmatik, der politischen Institutionenlehre, Theologie, Kunstästhetik, zur Logik sowie zur Ökonomie Bemerkenswertes gesagt und das Zusammenwirken der Disziplinen erklärt. In seiner Arbeit ist Wöhlert der Frage nachgegangen, warum gestraft wird.

Hegel, so Wöhlert, sei keinesfalls, wie oft behauptet, Vertreter einer preußischen Ordnungsmacht, der in idealistischer Manier Gerechtigkeit und Sühne als überzeitliche Phänomene verstehe. Vielmehr habe er sehr genau gesellschaftliche Prozesse und Institutionen analysiert. Vielleicht sei er sogar einer der ersten Vertreter einer soziologischen Wissenschaft, meint Wöhlert. eob

OZ

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