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Es grünt so grün, wenn Greifswalds Unkraut wuchert

Greifswald Es grünt so grün, wenn Greifswalds Unkraut wuchert

Hansestadt sucht nach weiteren Paten für öffentliche Flächen / Neue Arbeitskräfte sollen sich bald mehr um den Müll in Grünanlagen kümmern

Greifswald. Unkraut zwischen Gehwegplatten, Löwenzahn an Straßenrändern, meterhohe Melde vor Hausfassaden mitten in der Stadt. In Greifswald grünt und blüht es wie verrückt. Nur leider auch dort, wo es eigentlich gar nicht geplant war.

OZ-Bild

Hansestadt sucht nach weiteren Paten für öffentliche Flächen / Neue Arbeitskräfte sollen sich bald mehr um den Müll in Grünanlagen kümmern

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Allein 350 Kilometer Geh- und Radwege liegen in der Verantwortung des städtischen Grünflächen- und Tiefbauamtes, dazu Straßen, Plätze, Parkanlagen. Der Bauhof kommt mit den Arbeiten offenbar nicht hinterher. In der Vergangenheit waren es jeweils 15 Mitarbeiter, die sich nur um die Pflege dieser Flächen kümmerten. „In einem Turnus von drei bis zehn Wochen“, berichtet Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne), auf OZ-Anfrage. Und er fügt hinzu: „Die Verwaltung hat für den kommenden Haushalt drei weitere Arbeitskräfte beantragt. Diese sollen sich vor allem um die stetig zunehmenden Müllablagerungen in den Grünanlagen kümmern“, so Fassbinder. In der kommenden Haushaltsdiskussion nach der Sommerpause liege es dann an der Bürgerschaft, diese Stellen zu bewilligen.

In der Vergangenheit wurden viele Grünflächen über den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt gepflegt: Die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung mbH (ABS) schickte dutzende Trupps mit Hacke und Harke in Grünanlagen auf Tour. Die Zeiten sind vorbei, die Beschäftigtenzahl sank erheblich. Zwar seien noch immer ABS-Mitarbeiter auf städtischen Flächen im Einsatz, so Stadtsprecherin Andrea Reimann, hauptsächlich aber für den Grünbewuchs auf öffentlichen Geh- und Radwegen. Die ABS habe acht bis zehn Arbeitskräfte befristet eingestellt, die bei der Unterhaltung städtischer Flächen helfen. Das Konjunkturprogramm des Jobcenters und ein Lohnkostenzuschuss der Hansestadt habe diesen Einsatz ermöglicht.

Was viele Bewohner Greifswalds nicht wissen oder wissentlich ignorieren: Wildwuchs vorm Haus ist – sofern er Schäden am Belag von Geh- und Radwegen verursacht oder den öffentlichen Verkehr behindert – vom Eigentümer der anliegenden Grundstücke zu beseitigen. So steht es in der Straßenreinigungssatzung der Stadt. „Leider erfüllen nicht alle Bürger diese Pflicht, sodass hier manche Ursache für Beschwerden zu suchen ist“, so Stadtsprecherin Reimann.

Laut Fassbinder sei eine Pflege städtischer Grünflächen durchaus in einem kürzeren Turnus möglich. Allerdings: „Eine Verdoppelung der Frequenz kostet rund 500000 Euro pro Jahr an Personalkosten“, sagt er. Deshalb sucht die Verwaltung weiterhin nach freiwilligen Paten für die Pflege von Grünflächen. Aktuell bestehen 16 Pflegevereinbarungen mit der Stadt. Außerdem will der Oberbürgermeister die ortsansässigen Gartenbaubetriebe zu einer Runde einladen. „Erste Gespräche haben gezeigt, dass es bei ihnen die Bereitschaft gibt, beispielsweise die Grünflächen der Kreisverkehre in Pflege zu nehmen“, so Fassbinder.

Petra Hase

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