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Greifswald Es stinkt: Tierparkteich muss dringend entschlammt werden
Vorpommern Greifswald Es stinkt: Tierparkteich muss dringend entschlammt werden
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08:06 20.09.2016
Tierparkchefin Heidi Schönherr am Teich. Die Wasserqualität ist sehr schlecht. Es stinkt. Um das zu ändern, will Schönherr EU-Fördermittel beantragen. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Der Greifswalder Tierpark braucht eine zusätzliche Finanzspritze aus dem städtischen Haushalt. Damit der stark verschlammte Teich ausgebaggert werden kann, will Tierparkleiterin Heidi Schönherr EU-Fördermittel beantragen. Es besteht die Chance auf eine 85-prozentige Förderung. „Das gibt es nur noch ganz selten“, sagt Schönherr.

Doch dem kleinen Zoo am Rande der Innenstadt fehlen 112.000 Euro, um den Eigenanteil wuppen zu können. Der Finanzausschuss stimmte am Montagabend zu, dem Tierpark die Summe zur Verfügung zu stellen. Zuvor hatte bereits die Ortsteilvertretung Innenstadt Ja gesagt.

Nach ersten Schätzungen soll die Entschlammung 1,3 Millionen Euro kosten, so Schönherr. Warum es so teuer ist, einen vergleichsweise kleinen Teich zu sanieren? Das Gewässer wurde vor Jahrzehnten künstlich angelegt, es gibt keinen Durchfluss. Es ist auch nicht möglich, diesen technisch anzulegen. Weil sich über die Jahre immer mehr Schlamm angesammelt hat und der Sauerstoffgehalt weiter gesunken ist, sind sogar die Karpfen gestorben. Zum letzten Mal wurde der Teich 1992 ausgebaggert. Klar ist, dass das auch künftig in regelmäßigen Abständen gemacht werden muss. „Wir wollen möglichst nachhaltig entschlammen, damit die Maßnahme eben nicht so schnell wiederholt werden muss“, sagt Schönherr. Beispielsweise müsse dem Teich auch Sauerstoff zugeführt werden.

Schönherr hat gute Aussichten auf EU-Fördermittel. Es geht um ein Programm, das Greifswald gemeinsam mit der polnischen Stadt Swinemünde nutzen möchte. „Wir wollen den Antrag möglichst noch im Oktober einreichen, spätestens im Frühjahr 2017“, sagt Schönherr. Noch im selben Jahr könnte es losgehen, sollten das gemeinsame Projekt den Zuschlag bekommen.

Sollte der Antrag auf EU-Fördermittel scheitern, soll der Tierpark jedoch weder den fehlenden Betrag für den Eigenanteil noch die erhofften zusätzlichen 40.000 Euro jährlich für den laufenden Betrieb erhalten. Das hat ebenfalls der Finanzausschuss beschlossen. Das endgültige Votum hat die Bürgerschaft am 4. Oktober.

Katharina Degrassi

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