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Europas Experimente zur Kernfusion: Machen die Briten weiter mit?

Greifswald Europas Experimente zur Kernfusion: Machen die Briten weiter mit?

Verträge und Finanzierung sind bis 2018 gesichert / Max-Planck-Institut geht davon aus, dass das Königsreich auch langfristig teilnimmt

Greifswald. Der Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der EU, wirft einen langen Schatten auf das Greifswalder Wendelstein 7X-Experiment. In die am hiesigen Max-Plack-Institut für Plasmaphysik (IPP) laufende Erforschung der Kernfusionstechnik ist Großbritannien eingebunden, bestätigt IPP-Sprecherin Isabella Milch. „Großbritannien ist Mitglied des europäischen Fusionsprogramms und Standort der europäischen Gemeinschaftsanlage JET zur Fusionsforschung“, erläutert sie. Joint European Torus (JET) ist eine gemeinsam betriebene Versuchsanlage im englischen Culham zur Entwicklung von Kernfusionsreaktoren des Typs Tokamak, dem zweiten derzeit aktuellen Weg Richtung Fusionskraftwerk neben dem Stellarator. Den technischen Betrieb der JET-Anlage erledigen die Briten. Zeitweise dorthin abgeordnete Wissenschaftler und Techniker anderer europäischer Länder arbeiten während einzelner Experimente an der Anlage. „Darunter sind Wissenschaftler aus dem IPP“, so Milch. Über JET müsse beim Brexit gesprochen werden. „Kurzfristig ändert sich jedoch nichts“, betont die IPP-Sprecherin. „Die Verträge und damit die Finanzierung laufen bis 2018.“ Das habe das europäische Fusionsforschungskonsortium Eurofusion kürzlich wissen lassen. Auch die Mitgliedschaft im europäischen Fusionsprogramm werde vermutlich neu verhandelt, so Milch weiter.

Allerdings nehme auch die Schweiz, die kein EU-Mitglied ist, am europäischen Fusionsprogramm teil und arbeitet mit an JET. „Daher darf man zuversichtlich sein, dass sich Lösungen finden lassen“, sagt Milch. eob

OZ

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