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Ex-Siemens-Manager meldet Insolvenz für Restaurants an

Greifswald Ex-Siemens-Manager meldet Insolvenz für Restaurants an

Wilhem Schelsky droht die Pleite für die Lokale „Zum Friedrich“ und „Golden Goal“. Insolvenzverwalter Jörg Sievers macht Hoffnung.

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Für das Restaurant „Golden Goal“ im Greifswalder Volksstadion liegt dem Amtsgericht Stralsund ein Insolvenzantrag vor.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Der ehemalige Siemens-Manager Wilhelm Schelsky hat für seine beiden Greifswalder Restaurants „Zum Friedrich“ und „Golden Goal“ Insolvenz angemeldet. Der 64-Jährige stellte vergangene Woche den Antrag beim zuständigen Insolvenzgericht in Stralsund. Das Gericht bestellte den Greifswalder Jörg Sievers zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

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Wilhelm Schelsky.

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„Wir sind diesen Schritt in der Hoffnung gegangen, unsere Geschäfte normal weiterführen zu können“, erklärt Schelsky. Demnach hätten Kredite für die Neueröffnung des Lokals „Zum Friedrich“ am Greifswalder Fischmarkt für einen Liquiditätsengpass gesorgt. Schelsky hatte im Juni 2012 das Restaurant in der Innenstadt eröffnet. „Es wurden vorhandene Vermögenswerte in die Neueröffnung kalkuliert, die bislang unglücklicherweise nicht liquide gemacht werden konnten“, berichtet Sievers.

Zwölf Mitarbeiter seien derzeit angestellt. „Niemand muss entlassen werden, der Betrieb läuft in vollem Umfang weiter“, so Sievers. „Die Belegschaft bekommt von alledem nicht viel mit, wir können wie immer arbeiten“, bestätigt Mitarbeiterin Yvonne Block. „Die bislang von mir gesichteten Zahlen lassen darauf schließen, dass beide Restaurants lebensfähig sind und laufen“, so Sievers. Außerdem hätten viele Touristen und Einheimische das Potential des „Friedrichs“ noch nicht erkannt. „Die meisten kennen die große sonnige Terasse am Dom nicht“, erläutert Sievers.

Das „Golden Goal“ befindet sich im Greifswalder Volksstadion und ist seit vielen Jahren über die Stadtgrenzen hinaus für seine gute Küche bekannt. Zuletzt machte Schelsky im März bei einem Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel positive Schlagzeilen. Die Kanzlerin lobte das von Schelsky bereitgestellte Büfett und ließ sich insbesondere die Buletten schmecken.

Deutschlandweit wurde Schelsky bekannt, als er im Februar 2007 verhaftet wurde. Der Vorwurf: Betrug, Steuerhinterziehung und Untreue in Millionenhöhe. 28 Monate verbrachte Schelsky in Untersuchungshaft. Nach seiner Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe hob der Bundesgerichtshof das Urteil zum Teil auf. Schelsky kam Ende Mai 2009 auf freien Fuß und stieg in das Gastronomiegewerbe ein. Derzeit prüft das Bundesverfassungsgericht, ob sich das Urteil gegen Schelksy auf die angewendete Passage im Gesetzestext stützen durfte. Paragraph 119 des Betriebsverfassungsgesetz behandelt Straftaten gegen Betriebsverfassungsorgane. Das Nürnberger Gericht wird danach den Prozess gegen Schelsky neu aufrollen. Selbst ein Freispruch ist dann nicht ausgeschlossen.

 

 

Matthias Trenn

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