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Greifswald Exportschlager: Sprengstoff-Technik made in Greifswald
Vorpommern Greifswald Exportschlager: Sprengstoff-Technik made in Greifswald
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04:30 07.03.2013
Eine Lkw wurde mit einer 20 Tonnen fassenden Misch- und Dosiereinheit für Flüssigsprengstoff versehen und kommt nun in einem Bergwerk im russischen Kirowsk zum Einsatz. Quelle: AKB

„Wir fügen verschiedene Komponenten zusammen, damit am Ende eine funktionstüchtige und von der Dekra zugelassene Mischeinheit ausgeliefert werden kann“, erklärt Jens Lamprecht, der Projektverantwortliche. Der Flüssigsprengstoff werde direkt in der Dosiereinheit zusammengemischt und dann mit einem Schlauch in die vorbereiteten Bohrlöcher im Gestein gepumpt. Anschließend erfolge die Zündung des Sprengstoffs — das Gestein werde herausgebrochen und könne abgebaut werden, erklärt Lamprecht.

AKB Greifswald gehört damit zu den nur drei Firmen weltweit, die eine derartige Spezialtechnik fertigen. Die anderen beiden Unternehmen sitzen in Australien und in den USA. Hauptabnehmer der mobilen Sprengstoff-Mischeinheiten sind die weltweit tätigen großen Bergwerkskonzerne, die diese Technik im Untertage-Abbau einsetzen.

Gerade erst haben die Greifswalder eine 20-Tonnen-Mischstation für ein Bergwerk im russischen Kirowsk, 200 Kilometer von Murmansk entfernt, im Wert von knapp zwei Millionen Euro ausgeliefert. „Dort ist man mit unserer Qualität sehr zufrieden und hat gleich nachgeordert“, berichtet Lamprecht, der auch selbst schon in Kirowsk war und mit eigenen Augen sehen konnte, wie die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelte Technik funktioniert. „Das ist schon etwas Besonderes, denn wir testen natürlich vor Ort in Greifswald nur mit Wasser“, erläutert er.

Außer der großen 20-Tonnen-Mischeinheit fertigen sie kleinere für vier und eine Tonne Inhalt. Von den großen Stationen werden jährlich drei, von den mittleren sechs bis acht und von den kleinen acht bis zehn ausgeliefert. Zurzeit ist man nach Aussage des Geschäftsführers Michael Lüdeke dabei, die Wartung der Anlagen und Ersatzteillieferung aufzubauen.

Insgesamt beliefert die Greifswalder Firma weltweit 100 verschiedene Bergwerke. Sie befinden sich in Russland, Polen und anderen europäischen Staaten, in Tansania, Ghana und im Kongo. „Für diese Spezialtechnik gibt es einen kleinen speziellen Markt. Dass wir eine der drei Firmen weltweit sind, die dieses Metier beherrschen, macht uns stolz“, sagt Lüdeke. Er hofft, das Geschäftsfeld durch Aufträge aus afrikanischen Bergwerken ausbauen zu können.

In Greifswald und der Außenstelle Upahl des Unternehmens, wo die vollhydraulischen Dosiereinheiten gefertigt werden, sind 15 Mitarbeiter damit beschäftigt. Insgesamt arbeiten bei AKB Greifswald 270 Mitarbeiter. Gerade gibt es einen Großauftrag aus Schweden, wo Rohrleitungen für Dampferzeuger eines neuen Kernkraftwerkes gefertigt werden. Die Auftragslage sei nach Lüdekes Worten so gut, dass weitere Mitarbeiter eingestellt würden. Allerdings werde es langsam schwierig, gut ausgebildete Fachkräfte zu bekommen.

AKB Greifswald

100 Bergwerke weltweit werden durch die Anlagen- und Kraftwerksrohrleitungsbau Greifswald GmbH (AKB) mit Spezialtechnik beliefert.

10 Tonnen wiegt eine auf dem Lkw aufgebaute Misch- und Dosiereinheit mit 20 Tonnen Fassungsvermögen für flüssigen Sprengstoff.

270 Mitarbeiter sind insgesamt bei AKB beschäftigt. 15 von ihnen fertigen die Spezialtechnik für Bergwerke.

Cornelia Meerkatz

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