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FDP: Mittel fürs Theater an Besucherzahlen knüpfen

Greifswald FDP: Mittel fürs Theater an Besucherzahlen knüpfen

Weil in der Spielzeit 2012/2013 deutlich weniger Gäste kamen, fordern die Liberalen jetzt, weitere Zuschüsse zu stoppen.

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FDP-Chef André Bleckmann (34).

Greifswald. Die Liberalen in Greifswald sind schockiert über die stark gesunkenen Besucherzahlen am Theater Vorpommern. FDP-Chef André Bleckmann (34) macht deutlich, dass die hohen öffentlichen Zuschüsse durch Land und Stadt bei abnehmenden Gästen nicht zu halten sind. So zumindest die Position seiner Partei. „Die FDP wird deswegen in der Bürgerschaft gegen die Ausgaben zur Planung eines Theateranbaus stimmen, die die CDU beantragen will“, sagt Bleckmann. Weiter moniert er: „Wenn die Entwicklung in diesem Jahr weitergeht, machen die Einnahmen des Theaters bald weniger als zehn Prozent am Gesamtaufwand aus.“

Das Theater Vorpommern erhält jährlich rund 13,8 Millionen Euro vom Land und den Gesellschaftern. „Allein Greifswald zahlt jedes Jahr über drei Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt“, erklärt Bleckmann. „Die Planungen gingen zumindest von stagnierenden Besucherzahlen und damit konstanten Einspieleinnahmen von rund 2,3 Millionen Euro pro Jahr aus.“ Laut FDP-Chef erbrachten bereits 2010 die Einnahmen des Theaters gerade mal 13 Prozent der Kosten.

Intendant Dirk Löschner hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass in der vorange- gangenen Spielzeit 144 000 Zuschauer ins Theater kamen. Das sind 38 600 weniger als 2011/2012. Daraus ergibt sich ein Verlust an Ticket-Einnahmen von 197 000 Euro (die OZ berichtete).

„Die Mittelbewilligung muss künftig daran gekoppelt werden, dass die Einnahmen durch Theaterbesucher erhöht werden“, sagt Bleckmann. Es sei sonst nicht zu rechtfertigen, warum andere Einrichtungen wie der Tierpark, die Musikschule oder die Stadtbibliothek mit deutlich geringeren Zuschüssen auskommen müssen.

Die gesunkenen Besucherzahlen bezeichnet auch Gerhard Bartels, Chef der Linksfraktion in der Bürgerschaft, als „dramatisch“. Er erwartet von der Theaterleitung ein Umsteuern. „Die größten Verluste hat es im Schauspiel gegeben. Das muss wieder attraktiv werden“, sagt Bartels. Dem stimmt auch Axel Hochschild, Chef der CDU-Fraktion in der Bürgerschaft, zu: „Der neue Spielplan zeigt, dass der Intendant bereits gegensteuert.“ Hochschild ist daher optimistisch, dass sich die Besucherzahlen bis zum Jahresende wieder stabilisieren werden. Den Antrag zum Theateranbau will seine Fraktion zurückstellen, weil sich derzeit keine Mehrheit dafür findet.

 

kat

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