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Greifswald Falsches Thema, schlechtes Essen, neuer Platz
Vorpommern Greifswald Falsches Thema, schlechtes Essen, neuer Platz
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00:05 13.04.2016

Was war da denn los? Die Rede-Regeln dürften eigentlich jedem Kreistagsmitglied klar sein. Immerhin war es schon die zwölfte Sitzung in dieser Legislatur. Eine der Hauptvorschriften lautet: Redebeiträge müssen zum Tagesordnungspunkt gehören. XY nahm es damit nicht ganz so genau. Denn als gerade das Standortkonzept (Top 8) dran war, bezog er Stellung zum Bericht der Landrätin (Top 24) und kommentierte das Verkehrskonzept. Die übrigen Politiker fingen erst an zu tuscheln, später lachten sie verwundert. Als XY zu seinem Platz zurückging, rief ihm jemand „Thema verfehlt“ zu.

Kollektive Resonanz erfuhr auch XY. Der sonst eher zurückhaltende XY-Politiker ging nach der Pause zum Mikro und sagte: „Viele von uns haben einen weiten Weg. Hier sollte es etwas zu essen geben.

Aber das, was hier angeboten wird, das geht gar nicht!“ Lautes, zustimmendes Klopfen auf den Tischen über alle Fraktionen hbinweg. Greifswald, wo in der Stadthalle trockene Brezeln den Appetit stillen sollen, könnte sich ja mal ein Beispiel an der Versorgung in Pasewalk nehmen, so XY. Dort wurde immerhin schon Erbsensuppe mit Bockwurst auf der Speisekarte gesichtet. Und Kuchen. Und und und. Jedenfalls sollen Gespräche mit dem Brezel-Anbie... äh Caterer geführt werden.

Das Essen war also nicht spitze. Dietger Wille hingegen schon. Der frühere Greifswalder Chefkämmerer saß als neuer Finanzdezernent erstmals am Tisch der Verwaltungsspitze. Bei der Debatte ums Standortkonzept forderte Grünen-Politiker Waldemar Okon sogar, Rücksicht auf ihn zu nehmen. Man könne ihm jetzt nicht einfach ein Konzept „auf den Tisch knallen“, das noch viel Arbeit erforderte.

Wille bedankte sich artig, entgegnete aber auch, dass er damit schon zurecht kommen würde. „Also auf mich müssen Sie da keine Rücksicht nehmen.“

Von kl

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