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Greifswald Party zum 1. Mai in Greifswald – CDU nicht dabei
Vorpommern Greifswald Party zum 1. Mai in Greifswald – CDU nicht dabei
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19:12 17.04.2019
Bettina Appel, Christoph Volkenand (Greifswald für alle) und Volker Schulz (DGB) stellen das Programm zum 1. Mai vor (von links) Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Die Bewegung „Fridays for future“ gegen den Klimawandel wird sich am 1. Mai auf dem Greifswalder Markt präsentieren. Es ist ein von über 40 Initiativen, die beim großen Volksfest am 1. Mai ab 13 Uhr dabei. Das ist ein Rekord bei der vierten Auflage des vom Bündnis „Greifswald für alle“ und dem Deutschen Gewerkschaftsbund organisiert wird. Versprochen wird viel Musik mit „Krach“, Turtleneck“, „Who Cares“ und dem Theater Vorpommern. „Das ist noch keine abschließende Liste“, betont der Sprecher der Initiative, Christoph Volkenand.

Alle auftretenden Bands stammen aus Greifswald. Es werde ein Fest für die Familie. In den letzten Jahren nahmen Tausende teil. Neben Kinderschminken, Hüpfburg und Angeboten zum Malen soll es auch wieder einen Tattoo-Automaten geben. Der Sternwartenverein will Sonnenbeobachtungen anbieten.

Teilnahme politischer Gruppen noch unklar

Die Veranstalter wollen zeigen, dass fremdenfeindliche, diskriminierende und rassistische Gruppen nicht für die Mehrheit der Bürger sprechen, heißt es in einer Erklärung. Alle politischen Parteien außer AfD und NPD seien eingeladen worden, so Volkenand. Grüne, Linke, SPD, Tierschutzpartei und zum zweiten Mal die FDP seien der Einladung gefolgt. Ob auch Kompetenz für Vorpommern und Bürgerliste kommen, sei noch nicht klar. Kurz vor den Europa- und Kommunalwahlen sollen die Parteien keine politischen Statements abgeben. Es soll nur eine kurze, moderierte Fragerunde geben.

„Wir nehmen keine Stellung zu Arndt

„Die CDU hat zunächst zugesagt“, so Volkenand weiter. Aber die Christdemokraten sind doch nicht dabei. Denn die Veranstalter verweigern der Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ die Teilnahme. „Wir nehmen keine Stellung zu Arndt“, betont Volkenand. Aber die BI trete nicht gegen rechte Gewalt auf. Diese bezeichnet sich selbst als bunte Truppe.

Der Schirmherr des Kulturfestes, Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) stellte sich hinter das Bündnis. „Als Veranstalter eines Festes der Toleranz, Solidarität und Vielfalt kann man sich schon fragen, ob eine Gruppe, die organisierten Rechtsextremisten auf ihren Veranstaltungen öffentlich wirksamen Raum gibt, und die nicht dagegen einschreiten, wenn auf ihrer Veranstaltung dazu animiert wird, Menschen an den Pranger zu stellen“, sagte er.

DGB: „Wir machen gern mit“

Der DGB nehme politisch keine Stellung, betont der Regionalgeschäftsführer des DGB, Volker Schulz. „Es ist Wahnsinn, dass wir bei dem Fest dabei sein dürfen“, sagt er. „Ich finde es ganz toll, was das Bündnis ehrenamtlich auf die Beine stellt. Wir machen gern mit, es macht Spaß.“ Unter anderem würden sich Verdi, IG Metall und die Rechtsberatung präsentieren. Faire Löhne und der Kampf gegen stetig wachsende Mieten stünden im Moment besonders im Fokus.

Schulz ist auch einer der sieben Redner am 1. Mai. „Ich werde mich kurzfassen“, verspricht er. Sprechen werden unter anderem auch noch Vertreter von „Seawatch“, des Aktionsbündnisses „8. Mai – Demmin“ und Cheikhna Nieth, der als Vertreter einer Exilorganisation über die Lage in Mauretanien berichten wird.

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