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Feste zogen Tausende Besucher an

Greifswald Feste zogen Tausende Besucher an

Das Streetfoodfestival, der Töpfermarkt und das Kinderfest in der Innenstadt zählten zu den Höhepunkten.

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Johanna Hitzler aus Blankenhain bei Weimar setzte sich beim Wettbewerb der Keramiker „Über den Tellerrand“ mit ihren Ameisentellern durch. Sie hat 2018 einen Platz auf dem nächsten Töpfermarkt sicher.

Greifswald. Die Hansestädter hatten am Wochenende die Qual der Wahl, wo sie ihre Freizeit verbringen wollten. Tausende strömten denn auch durch Greifswalds Straßen: Jung und Alt, Familien und Jugendliche, Rentner und Studierende sowie Menschen unterschiedlichster Nationalitäten genossen die frühlingshaften Temperaturen und die zahlreichen Veranstaltungen.

OZ-Bild

Das Streetfoodfestival, der Töpfermarkt und das Kinderfest in der Innenstadt zählten zu den Höhepunkten.

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Als großer Publikumsrenner erwies sich das Streetfoodfestival auf der Nordseite des Museumshafens. Trotz Eintritt und von einigen kritisierten relativ hoher Preise konnten sich die Anbieter von Latino-Burgern, Langos, Insekten in Schokolade und Co. seit Freitag über sehr viele Besucher freuen. „Das war schon gut“, kommentierte Andreas Schulz, der aus Wolgast nach Greifswald kam. „Aber ich würde es besser finden, wenn die Stände hintereinander in der Langen Straße stehen würden.“

Beim Töpfermarkt auf dem Marktplatz, der zum 11. Mal von Keramikerin Ines Malcher und Familie Stümpel organisiert wurde, präsentierten 48 Stände bunte Schüsseln, Tassen, Butterdosen, Vasen und vieles mehr. „Wir haben sehr viele Besucher. Es macht großen Spaß“, erzählte Malcher. Laura Müller suchte sich eine blau-grüne Butterdose von der Töpferei Gänsewinkel aus Kaltenburg-Lindau aus. "Das ist meine erste Butterdose, die ich mir selber kaufe. Ich finde sie wunderschön", berichtete sie stolz. Für einen Platz auf dem Töpfermarkt in Greifswald gibt es etwa doppelt so viele Bewerber. Johanna Hitzler aus Blankenhain bei Weimar hat ihren 2018 sicher. Sie gewann bei 24 Teilnehmern den Wettbewerb der Keramiker „Über den Tellerrand“ mit ihren Ameisentellern. „Das ist ein schöner Markt mit einem tollen Publikum“, lobte die Thüringerin.

Das Berufsbildungswerk lud in diesem Jahr erstmals zu einem Frühlingsfest ein und präsentierte seine Ausbildungspalette mit über 70 Berufen. „Wir wollen Eltern und Jugendlichen zeigen, welche Ausbildungsstudiengänge für Menschen mit Reha-Status möglich sind. Wir sind sehr froh, wie viele Menschen gekommen sind, obwohl dieses Wochenende so viel los ist", erklärte Pressesprecherin Stefanie Niemeyer. Die Jugendlichen und Ausbilder zeigten stolz Selbstgebautes aus dem Holz- und Metallbereich, hausgemachte Chutneys und Öle, handgefertigte Kissen, boten einen Fahrrad-Check an und begeisterten mit kulinarischen Kreationen aus der Küche und vom Grill. Die Blumen aus der Ausbildungsgärtnerei waren bei den mehr als 2500 Gästen besonders gefragt. Yvonne und Merle Landmann besuchten gemeinsam mit Jan, Frizzi und Kirstin Pietruska das Fest. „Wir sind wegen der Zaubershow und zum Ponyreiten gekommen“, so Yvonne Landsmann, die gemeinsam mit ihrer Tochter Merle beim Frühlingsfest war.

Hunderte Gäste, darunter viele Familien mit Kindern, besuchten am Sonnabend die Veranstaltung zum Tag der offenen Tür der Deutschen Luftrettung. Es war eindrucksvoll: Der Fahrer wurde bei einem Unfall im Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden.

Besonders die Familien mit Kindern genossen das Kinderfest am Sonntag in der Innenstadt. Da wurde auf Hüpfburgen geturnt und bunte Luftballons gekauft. Beliebt war auch die kleine Eisenbahn, mit der die Kinder im Kreis rumfahren konnten. Der dieses Jahr zum ersten Mal zusammen mit dem Fleischervorstadt-Flohmarkt am selben Sonntag stattfindende verkaufsoffene Sonntag lockte zusätzlich Käufer an.

Nadine Heiner, Filialleiterin bei der Drogerie dm, verdeutlichte: „Heute verschenken wir extra Heliumballons, Waffeln und es gibt eine Schminkaktion. Mir macht der verkaufsoffene Sonntag immer viel Spaß, weil die Menschen so freundlich und entspannt sind.“ Den ganzen Sonntag über war die Innenstadt sehr gut besucht.

Besonderer Publikumsgunst erfreuten sich beim Kinderfest die Plätze beim „Goldwaschen“ vor der Sparkasse am Markt. Am Sonntagnachmittag wetteiferten dort die besten jungen Goldwäscher. Marc, der elf Goldstücke im wässrigen Sand mit seinem Sieb „schürfte“, konnte sich als Sieger über ein mit 250 Euro gefülltes Jugendsparkassenkonto freuen.

Annemarie Bierstedt und Eckhard Oberdörfer

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