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Greifswald Festival „Nordischer Klang“ endet mit Besucherrekord
Vorpommern Greifswald Festival „Nordischer Klang“ endet mit Besucherrekord
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00:00 17.05.2016
Das Abschlussfest des Festivals „Nordischer Klang“, bei dem auch die Band „Razika“ auftrat, war ein voller Erfolg. Quelle: Annemarie Bierstedt

Welch ein Energiebündel! Der eher zierlichen Sandra Sillamaa, Frontfrau der estnischen Band „Trad.Attack!“, sieht man nicht an, was in ihr steckt: Mit fünf Instrumenten, darunter Flöte, Dudelsack und Maultrommel, brachte sie das Publikum des Festivals „Nordischer Klang“ so richtig zum Tanzen. Die Zuschauer der Abschlussveranstaltung am Sonnabend im St.

Spiritus waren so begeistert von dem preisgekrönten Folkmusik-Trio, dass ein Gast den Dreien nach dem Lied „Mond“ zurief: „Ihr seid viel besser als der Mond!“

Die 25. Auflage des zehntägigen Festivals ist Geschichte. Ein feines Kulturprogramm mit über 50 Konzerten, Lesungen und Ausstellungen ging Pfingsten zu Ende, mehr als 300 Künstler aus Skandinavien und dem Baltikum traten auf. „Wir sind total zufrieden mit dem Jubiläumsfestival. Die Rekordbesucherzahl von 10000 haben wir dieses Mal auf alle Fälle geknackt“, so Festivalleiter Marko Pantermöller.

„Dieses Mal hatten wir besonders viele große Ensembles engagiert, bei denen sich die Genres durchmischen und außermusikalische Klänge mit einbezogen wurden“, erklärte Frithjof Strauß, künstlerischer Leiter. So kam die „Danish Radio Big Band“ als Jazzorchester mit Opernsängerin und Popbarden daher. Auch die schwedische Band „Wintergatan“, dessen Murmelmaschinen-Video sich zurzeit millionenfach im Internet verbreitet, verzauberte ihr Publikum mit Instrumental Pop und Glockenspielklängen.

Genau so gut wussten die drei Bands des Abschlussabends ihre Zuhörer mit einer abwechslungsreichen Klangkunst zu überzeugen: Neben „Trad.Attack!“ steppten die Gäste zu kraftvollem Rock-Pop und Indie-Musik der norwegischen Band „Razika“ ab. Die vier Mädels aus Bergen ohrwurmten mit ihren eingängigen Liedern einfach jeden. Und auch die achtköpfige Band „Meer“ aus Norwegen, die beim Nordischen Klang 2014 bereits einen Überraschungserfolg gelandet hatte, beglückte die Gäste mit einem Mix aus orchestralem Pop, Klassik und Progressive Rock.

Die Freude über die kulturelle Begegnung war beidseitig: „Das Publikum hier in Greifswald ist traumhaft! Es tanzt, klatscht und ist viel offener als in Norwegen“, sagte „Meer“-Sänger Knut Neboal. Der Saal war komplett ausverkauft, die Gäste begeistert: „Das waren drei musikalisch total unterschiedliche Bands, die alle viel Spaß machten und ein eindrucksvolles Bild anderer Kultur vermittelt haben“, sagte Besucherin Lara Martens.

Annemarie Bierstedt

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