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Greifswald Fläche in Ladebow ist jetzt Sperrgebiet
Vorpommern Greifswald Fläche in Ladebow ist jetzt Sperrgebiet
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00:00 05.04.2016
Im März ließ die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das Gelände einzäunen, auf dem die Fässer vermutet werden. Quelle: Peter Binder

Auf dem Gelände des Bebauungsplans 14 südlich des Hafens Ladebow kann das sogenannte „Soll Nummer 5“ nicht mehr betreten werden. Das Grundstück wurde im letzten Monat im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) eingezäunt. Ihr gehört das Grundstück auf dem Gelände des ehemaligen Hafens der DDR-Volksmarine.

„Wir haben das Gelände zum Sperrgebiet erklärt“, sagt Bima-Sprecher Thorsten Grützner. Hintergrund ist die Annahme, dass in dem Teich zu DDR-Zeiten zwölf Fässer mit einem Fahrzeugreinigungsmittel vergraben wurden. Der Ortsrat Wieck/Ladebow macht sich seit Jahren für eine Entsorgung dieser Giftfässer stark (die OZ berichtete).

Vor Ende Juni dieses Jahres sei indes nicht mit ersten Ergebnissen der seit Oktober 2015 laufenden Altlastenuntersuchung des gesamten Areals zu rechnen, so der Bima-Sprecher. Noch sei nicht sicher, ob im Soll Nr. 5 überhaupt Giftfässer vergraben wurden.

Für den Vorsitzenden des Gremiums, Bernd Lieschefsky (Bürgerliste) dauern Untersuchung und Vorbereitung einer Entsorgung viel zu lange. Er macht öffentlich Druck. „Jetzt hat man mir auch noch das Betreten des Geländes untersagt, weil ich im Fernsehen auf die Problematik aufmerksam machen wollte“, informiert er auf OZ-Nachfrage. „Wieder einmal sieht es so aus, als ob Bürgerengagement nicht gefragt ist.“

Der Bund ist der wichtigste Eigentümer noch bebaubarer Flächen in Ladebow. Insgesamt gehören der Bima rund 14 Hektar. Mögliche Altlasten spielen da eine wichtige Rolle.

Dem Traum von der Weißen Stadt Ladebow für Wohnen und Tourismus statt Gewerbe erteilt Grützner eine Absage. Die Aufteilung der Flächen auf Gewerbe und Industrie sei im rechtskräftigen B-Plan geregelt, betont er. „Stadt und Bund sind sich einig, dass die Entwicklung des Hafens Ladebow als Industrie- und Gewerbebetrieb stetig vorangetrieben wird“, sagt Grützner. Nach diesem Grundsatz habe der Bund bereits Land an Gewerbetreibende verkauft. „Weitere Verkäufe sind in Vorbereitung und werden folgen“, kündigt der Bima-Sprecher an.

Von eob

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