Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Flüchtlingsdebatte: Hört einander zu!
Vorpommern Greifswald Flüchtlingsdebatte: Hört einander zu!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:50 04.03.2016
Kathrin Teichert, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation, trifft sich alle zwei Wochen mit der Freitagsgrunde im „Sofa“, um Wege für eine offene Debatte zum Flüchtlings-Thema in Greifswald zu suchen. Quelle: Sybille Marx
Anzeige
Greifswald

Seit Monaten rufen zwei Gruppen in Greifswald immer wieder zu Demos auf. Die einen (FFDG) wettern gegen die Asylpolitik der Bundesregierung und jetzt auch gegen das geplante Flüchtlingsheim in der Brandteichstraße. Die anderen („Greifswald für alle“) wollen Flüchtlinge willkommen heißen. Gegenseitig buhen sie sich aus.

Fatal findet das die Greifswalder Architektin Kathrin Teichert, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation. „Jeder, der auf die Straße geht, egal, ob mit FFDG oder 'Greifswald für alle', tut es, weil er etwas zu sagen hat“, erklärt sie im Interview mit der Ostsee-Zeitung. „Und jeder verdient es, gehört zu werden.“ 

Neonazis müsse man zwar ein klares Stoppsignal entgegen setzen. „Aber nicht jeder, der bei FFDG mitdemonstriert, ist gleich ein Neonazi oder Rassist! Das macht wütend, wenn man in so eine Schublade gesteckt wird.“

Nach Monaten des Streitens sei es wichtig, sich im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation nun erstmal gegenseitig zuzuhören, am besten mit Hilfe eines Mediators. Die Energie, die bisher als Wut und Hass verpufft, könne so in die Suche nach gemeinsamen Lösungen fließen, meint sie.

Von Marx, Sybille

2017 wird die Mensa am Schießwall freigezogen. Das Studentenwerk Greifswald möchte dann Häuser in der Falldastraße nutzen, die Uni soll Plattenbauten nahe dem Beitzplatz bevorzugen.

03.03.2016

Arbeiter haben großflächige Stoffbahnen in den Farben Blau, Rot und Grün an dem Greifswalder Gotteshaus entrollt. Damit wird um Spenden für die Sanierung geworben.

04.03.2016

In diesem Jahr sind unter den Erkrankten viele, die sich mit der sogenannten Schweinegrippe angesteckt haben. Zwei Patienten mit besonders schwerem Verlauf sind in den vergangenen Tagen daran gestorben. Alle waren ungeimpft.

18.03.2016
Anzeige