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Flutschäden: Endspurt beim Aufräumen an den Stränden

Lubmin Flutschäden: Endspurt beim Aufräumen an den Stränden

Land bewilligte bisher 13,6 Millionen Euro Hilfe

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Im Seebad Lubmin sind die Arbeiten am Strand seit gestern so gut wie abgeschlossen.

Quelle: Fotos: Cornelia Meerkatz, Hannes Ewert

Lubmin. Rund vier Monate, nachdem das Sturmtief „Axel“ Vorpommern die schlimmste Sturmflut seit zehn Jahren bescherte, sind die Reparaturarbeiten in den Küstengemeinden immer noch in vollem Gange. In Lubmin werden derzeit auf einer Länge von 1,5 Kilometern rund 12000 Kubikmeter Dünensand aufgeschoben. „Die Mitarbeiter des Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) sind noch bei der Arbeit“, bestätigt Wencke Kufs von der Kurverwaltung. „Wir hoffen, dass die Maßnahmen in Kürze abgeschlossen werden.“

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Land bewilligte bisher 13,6 Millionen Euro Hilfe

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Zwischenzeitlich waren die Arbeiten ins Stocken geraten, was Bürger beunruhigte. Nach Einschätzung von Lubmins Bürgermeister Axel Vogt (CDU) ist der Strand nun wieder akzeptabel. Westlich der Seebrücke müsse er noch verbessert werden. Abgesehen davon aber könnten an diesem Wochenende die ersten Strandkörbe aufgestellt werden.

Während das Stalu sich unter anderem auch auf Usedom und Rügen im Rahmen des Küstenschutzes um beschädigte Dünen und verwehten Sand kümmert, sind viele Gemeinden mit dem Wiederaufbau der touristischen Infrastruktur bereits gut vorangekommen. Dabei können sie mit finanzieller Hilfe aus dem Land rechnen. Als Sofortmaßnahme hatte die Landesregierung einen ressortübergreifenden Hilfsfonds in Höhe von 25 Millionen Euro gegründet. 52 Anträge auf 13,6 Millionen Euro sind bislang eingegangen.

„Wir sind glücklich, dass uns so schnell finanzielle Hilfen zugesichert wurde“, sagt der Binzer Kurdirektor Kai Gardeja. „Wir haben die Zusage für 600000 Euro für den Wiederaufbau unter anderem der Strandzugänge und der Neu-Pflasterung des Kurplatzes erhalten.“ Die schnelle Zusage allein mache das Tempo aber nicht. „Für Bauprojekte dieser Größenordnung – dazu noch mit öffentlichen Mitteln – müssen wir die Leistungen für die Gewerke ausschreiben“, macht Gardeja deutlich. „Das dauert. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir im Juni alles fertig haben. Die Strandzugänge sind provisorisch repariert, der Strand ist voll nutzbar.“

Nicht überall verläuft das Pro- zedere so reibungslos wie in Binz. Auf Usedom gab es Proteste der vier Bürgermeister der Bernsteinbäder Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz, die einen hohen Eigenanteil der Gemeinden an den Beräumungs- und Reparatur- kosten beklagen. Nach Informa- tionen des Landwirtschaftsministeriums, das federführend für den Hilfefonds ist, werden die Eigenanteile der Gemeinden nach der Finanzkraft einer Kommune berechnet.

Was den Küstenschutz angeht, laufen die Arbeiten in den kommenden Wochen weiter. „Im Bereich Neuhaus-Vordarß und zwischen Zempin und Ückeritz auf Usedom haben wir insgesamt 7,8 Kilometer Dünenkliff abgeböscht“, sagt Matthias Wolters vom Stalu Vorpommern. „Dazu kommen Arbeiten an den Dünenprofilen in Peenemünde, Kölpinsee, Ückeritz und Glowe sowie in den Abschnitten Bansin-Heringsdorf und Göhren-Lobbe-Thiessow.“ Wolters zeigt sich zufrieden mit der Qualität. „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Schutzanlagen in Vorpommern der Sturmflut getrotzt haben.“

Anne Ziebarth

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