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Greifswald Forschung verständlich dargestellt
Vorpommern Greifswald Forschung verständlich dargestellt
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00:25 13.04.2015
Die Katapult-Redaktionsmitglieder Tim Ehlers, Sarah Podczuck und Benjamin Fredrich (v.l.). Quelle: Peter Binder
Greifswald

Das „Katapult“ wirft seit dem 31. März geistige Munition in die Welt. Erste Zielgruppe sind deutschsprachige Menschen. Aber auch teilweise schon auf Englisch, Russisch und Französisch und zukünftig auf Polnisch präsentiert das Onlinemagazin für Sozialwissenschaften und Kartografie Wissenschaft für jedermann.

„Es gibt so viele interessante Erkenntnisse im deutschsprachigen Raum, die nur in Fachzeitschriften erscheinen, aber ein breites Publikum nicht erreichen“, beschreibt Benjamin Fredrich die Geschäftsidee. „Sie sind nicht gut dargestellt, es fehlen gute Bilder und Grafiken.“ Das zu ändern ist das Ziel. Und damit holten Benjamin Fredrich und Sarah Podszuck 2014 im Unique-Ideenwettbewerb der Universität einen zweiten Platz.

Die Redaktion hat ihre Räume im Obergeschoss des Institutes für Politikwissenschaft in der Baderstraße. Die Finanzierung erfolgt erst einmal über Stipendien.

„Wir eliminieren Fremdworte in den Texten der Wissenschaftler, achten darauf, sich einfach auszudrücken“, beschreibt Sarah Podszuck. Die Mehrheit der Autoren akzeptiere das. Natürlich segnen die Wissenschaftler zum Schluss ihre Texte noch einmal ab. Schon wegen der räumlichen Nähe in der kuscheligen Universitätsstadt kommen zunächst sehr viele aus Greifswald oder haben dort gearbeitet. Ein echter Mehrwert für die Wissenschaftler: Ihre Texte werden vom Team übersetzt. Damit unser östliches Nachbarland das Katapult-Magazin nutzen kann, hofft das Team auf Unterstützung durch die Deutsch-Polnische Stiftung.

Schon vier Tage nach dem Start besuchten über 3400 Menschen Katapult. „Ende des Jahres wollen wir die zehnfache Zahl erreichen“, sagt Fredrich. Die Finanzierung soll letztlich über Spenden, Werbung und den Verkauf von Lizenzen der erarbeiten Karten an Verlage erfolgen. Für Schüler, Lehrer oder Privatleute ist deren Nutzung kostenlos. Wer die Seite besucht, der findet beispielsweise einen Beitrag von Tobias Klarmann, der in Greifswald studierte und jetzt an der Uni Konstanz arbeitet. Er erläutert, wie seiner Ansicht nach Flüchtlinge und EU-Staaten von einem fairen Verteilungs- und Nachfragesystem profitieren könnten. KLarmann schlägt einen Handel zwischen Aufnahmestaaten und den Asylsuchenden mit Aufenthaltstiteln vor. Wie auf einem Markt hätte dann der Asylbewerber einen vom Ersteintrittsland wie Italien gewährten Aufenthaltstitel und könne diesen gegen aus seiner Sicht bessere Angebote anderer EU-Staaten tauschen. Die Ländern könnten ihre Wünsche wie Ausbildung, Sprachkenntnisse, Nationalität einbringen. Individuell sei das nicht möglich: Es müsste ein entsprechendes Verteilungssystem inklusive der Möglichkeit von Strafzahlungen entwickelt werden, meint Klarmann.

• Mehr Infos im Internet:

www.katapult-magazin.de

Der Wettbewerb
Unternehmensgründungen aus der Uni heraus direkt in wirtschaftlich relevante Produkte oder Dienstleistungen übertragen, das ist seit Jahren Ziel des Uniquewettbewerbs.
Seit 2013 gibt es auch Businessplanwettbewerb, bei dem die Darstellung der finanziellen, technischen und organisatorischen Umsetzung im Vordergrund steht.



Eckhard Oberdörfer

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