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Frauenbeirat kämpft weiter um Rederecht

Greifswald Frauenbeirat kämpft weiter um Rederecht

Bürgerschaft hat das nur dem Seniorenbeirat eingeräumt / Podiumsdebatte über Frauen aus Ost und West

Greifswald. Die Koalitionspartner auf Landesebene sind sich einig: In Mecklenburg-Vorpommern sollen mehr Frauen für ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement gewonnen werden. So haben es CDU und SPD auf ihren Parteitagen beschlossen. Der Frauenbeirat der Stadt Greifswald hat diese Aussagen im Koalitionsvertrag sehr genau wahrgenommen. „Wir sehen uns da als Modellprojekt“, sagt Beiratssprecherin Ruth Terodde mit vielsagendem Blick.

Soll heißen: Zwar hat die Greifswalder Bürgerschaft auf ihrer Oktobersitzung mit knapper Mehrheit gegen das Rede- und Antragsrecht des Frauenbeirates im Stadtparlament gestimmt (die OZ berichtete). „Doch wir halten weiter an unserem Ziel fest“, betont Terodde. Es gebe auch keinerlei Befindlichkeiten darüber, dass der Seniorenbeirat nun ein Rede- und Antragsrecht besitze. Im Gegenteil. „Wir finden das toll und freuen uns mit dem Gremium. Aber wir sehen das nur als ersten Schritt“, erklärt die Sprecherin, zumal es „keine sachlichen Gründe gibt, weshalb der eine Beirat dieses Recht erhält und der andere nicht“. Der Frauenbeirat halte sich deshalb eine rechtliche Prüfung des Bürgerschaftsbeschlusses offen.

Die vor einem Jahr gegründete Organisation, die einzige ihrer Art in MV, sieht sich als Plattform für engagierte Frauen, die Ideen einbringen, sich aber nicht unbedingt an eine Partei binden wollen.

Dabei gehe es ausschließlich um Aspekte der Gleichstellung, die aus Sicht des Beirates bei Beschlüssen des Stadtparlaments oft noch zu wenig Berücksichtigung fänden. „Denn es ist ja so, dass die Frauen in der Bürgerschaft nicht vordergründig als Frauen dort sitzen, sondern für eine Partei“, sagt Beiratsmitglied Antonia Lenz.

Ungeachtet dessen wollen die Akteure in ihrer ehrenamtlichen Arbeit eigene Akzente setzen. Nach dem kommunalpolitischen Forum vor der Landtagswahl veranstaltet das Gremium Anfang November eine weitere öffentliche Podiumsdiskussion. Titel: „Frauen aus Ost und West – ungleiche Schwestern?“ 26 Jahre nach der politischen Wende sollen weibliche Lebensverläufe in West- und Ostdeutschland thematisiert werden. Worin unterschieden sie sich damals? Existieren diese Unterschiede heute noch? Und mit welchen Erwartungen sowie Rollenverständnissen trafen Frauen aus Ost und West nach der Wiedervereinigung aufeinander?

„Wir waren überrascht, dass es offenbar immer noch ein Thema ist, woher jemand kommt“, sagt Terodde. Insofern freue sie sich über die Zusage der Rostocker Soziologieprofessorin Heike Trapp, die ein Einstiegsreferat halten werde. Danach kommen Frauen zu Wort, die dies- und jenseits der Elbe geboren wurden und sich im jeweils anderen Teil Deutschlands ein neues Zuhause schufen. Die Veranstaltung basiert auf einer Kooperation des Katholischen Deutschen Frauenbundes und des Greifswalder Frauenbeirates.

3. November: 18 Uhr, Rathaus, Bürgerschaftssaal

OZ

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