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Greifswald „Freie und fröhliche Wissenschaft“
Vorpommern Greifswald „Freie und fröhliche Wissenschaft“
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00:01 16.10.2017
Heute geht es wieder los: Mitarbeiter des Krupp-Kollegs freuen sich auf ein spannendes Wintersemester. Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Mit dem ersten Vortrag der Vorlesungsreihe „Molekulare Grundlagen des Lebens“, startet das Krupp-Kolleg heute in die heiße Phase des Wintersemesters 2017/18. Morgen wird die Reihe „Planet Erde 3.0“ mit einem Vortrag von Imme Scholz aus Bonn eröffnet: „Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – Ansporn und Herausforderung für integrierte Politikansätze“. Alles in allem können sich die Hansestädter auf 52 Veranstaltungen bis zum März des nächsten Jahres freuen. In aller Regel ist jedermann bei freiem Eintritt dazu eingeladen.

„Unser Motto ist in diesem Jahr ,Freie und fröhliche Wissenschaft“, fasst der Wissenschaftliche Geschäftsführer Christian Suhm zusammen. Der Freiheit der Wissenschaft ist in Regie des Jungen Kollegs und der Greifswalder Graduiertenakademie sogar der ganze 8. November gewidmet.

„Unser Motto ist im Programm sehr prominent vertreten, wir haben Veranstaltungen zur Kunst, zur Kunstgeschichte, zur Musik, zur Geselligkeit“, informiert Suhm. So geht es in der neuen Reihe „Farbiges Mittelalter“ des hiesigen Mittelalterzentrums am 23. Oktober um den „Schwierigen Weg des Blauen Ritters: Mittelalterliche Farbentscheidungen und Deutungen der Moderne“ Prof. Stephan Selzer aus Hamburg).

Nur einen Tag später spricht Kathrin Röggla von der Akademie der Künste in Berlin über „Gespensterarbeit und Gegenwartsfiktion“. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Stadt und dem Caspar-David-Friedrich-Institut ist am 10. November um 18 Uhr geplant. Es geht um „Public Art – Kunst in der Stadt: Möglichkeiten und Grenzen der Kunst im öffentlichen Raum.“ Dazu werden fünf deutsche Experten debattieren . „Wenn man an die Debatten um den Kubus aus dem Karl-Marx-Platz denkt, sollte das auf großes Interesse bei den Greifswaldern stoßen“, schätzt Christian Suhm ein. „Wir haben eine sehr illustre Runde beisammen“, freut sich Öffentlichkeitsarbeiterin Katja Kottwitz. So kommen die Professoren Florian Mathner (Akademie für Bildende Künste München), Rolf Wicker (Kunsthochschule Burg Giebichenstein) und Wolfgang Ullrich (Leipzig) an diesem Tag nach Greifswald.

Kunst im öffentlichen Raum habe auch einen touristischen Mehrwert, stellt Kottwitz fest.

Suhm ist schon sehr gespannt auf den Vortrag des Hannoveraner Professors Karsten Danzmann „Revolution in der Astronomie: Wir können das Universum hören mit Gravitationswellen“. Für den Nachweis der Gravitationswellen im Jahre 2015 gab es in diesem Jahr den Physiknobelpreis.

Es gibt auch eine Premiere. Erstmals tagt von 25. bis 28. Januar die Dramaturgische Gesellschaft in Greifswald. Mitveranstalter ist das Theater Vorpommern. Die 32. Greifswalder Rede greift ein hochaktuelles Thema auf. Professor Rüdiger Wolfrum wird über „Die Rettung von Flüchtlingen auf See: ein neues humanitäres Element im traditionellen Seerecht“ sprechen.

Auch die Gleichstellung wird im Wintersemester thematisiert. Die Greifswalder Professorin Eva Blome war Gutachterin des zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung, erzählt Christian Suhm.

Wie man Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten könne, darüber spricht sie am 9. Januar. Blome ist auch die Wissenschaftliche Leiterin des Forschungskolloquiums am 1. November „Gender im Fokus“.

Aus dem Programm

Martin Carrier (Uni Bielefeld) spricht am 19. Oktober um 18 Uhr über „Revolutionäre Umtriebe in der Wissenschaft?“

Die Reihe „Koeppen im Herbst“ wird am 20. November um 18 Uhr eröffnet. Magnus Wieland (Schweizerisches Literaturarchiv) und Raimund Fellinger (Cheflektor Suhrkamp-Verlag geht es ums Thema „Schreibrausch/Schreibkrise.

Isabel Lohrey (Uni Kassel) spricht am 28. November um 18.30 Uhr über „Prekarisierung und (queere) Schulden).

Internet: www.wiko-greifswald.de

Eckhard Oberdörfer

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