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Freude pur: Eltern-Kind-Haus übergeben

Greifswald Freude pur: Eltern-Kind-Haus übergeben

Kinderkrebsverein realisiert den Neubau nur aus Spenden / Ministerpräsident nennt Engagement einmalig

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Freude pur über den Neubau bei Dagmar Riske (M.), den Vereinsmitgliedern sowie bei Holger Lode und Erwin Sellering. Fotos (2): Peter Binder

Greifswald. Genauso hatten es sich die Mitglieder des Vereins zur Unterstützung krebskranker Kinder und der Krebsforschung im Kindesalter Greifswald/Vorpommern gewünscht:

OZ-Bild

Kinderkrebsverein realisiert den Neubau nur aus Spenden / Ministerpräsident nennt Engagement einmalig

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großer Bahnhof für und vor dem Neubau. Am Sonnabend wurde das neue Eltern-Kind-Haus „Dr. Mildred Scheel“ im Beisein von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und 200 Gästen feierlich eingeweiht.

Die 28 Vereinsmitglieder um ihre Vorsitzende Dagmar Riske strahlten, wurde doch ihr langgehegter Wunsch Wirklichkeit.

Das neue Eltern-Kind-Haus bietet Eltern und Geschwisterkindern von krebskranken Kindern die Möglichkeit, während der oft monatelangen Therapie nah bei ihren Kindern zu wohnen und sie zu unterstützen.

Eine Million Euro hat der Verein in den Neubau investiert – die gesamte Summe stammt aus Spendengeldern. Dazu gehören neben den 100 000 Euro aus der OZ-Weihnachtsaktion auch Spendengelder des NDR, von RTL und von vielen Unternehmen, Institutionen, Schulen und Kindereinrichtungen aus der Region. „Wenn wir diese riesige Unterstützung nicht hätten, könnten wir nicht so erfolgreich wirken“, sagt Dagmar Riske.

Besonders herzliche Worte gab es von Prof. Holger Lode, dem geschäftsführenden Direktor des Eltern-Kind-Zentrums und Leiter der Kinderonkologie, durch dessen weltweit anerkanntes Können kleine Krebspatienten aus aller Herren Länder in Greifswald behandelt werden. Er sagte, dass seine Erfolge ohne die Beständigkeit eines solchen Vereins nicht denkbar wären. „Ich bin sehr glücklich, solche Mitstreiter an meiner Seite zu wissen“, sagt der renommierte Mediziner.

Ministerpräsident Sellering würdigt die jahrzehntelange Arbeit des Vereins und seine Zähigkeit bei der Umsetzung der Pläne für das neue Elternhaus. Tobi Schönfeldt (23), der vor 13 Jahren selbst Patient der Kinderonkologie war, verlas ein sehr persönliches Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die versprach, sich bald selbst ein Bild von diesem großartigen Projekt zu machen.

Tobis Mutter Urte gehört heute zum Vorstand des Vereins: „Wenn ich sehe, wie dankbar die Eltern sind, im Elternhaus zu wohnen und auch die Geschwisterkinder gut untergebracht wissen, ist es der schönste Lohn für alle Mühe“, meint sie sichtlich bewegt. Anja Krause aus Stralsund, deren Kind gerade in der Klinik liegt sowie Katy Rauschenberger und Axel Prager aus Diedrichshagen, Eltern des 14-jährigen krebskranken Dennis, freuen sich ebenfalls riesig. Für betroffene Eltern sei der Verein ein Glücksfall, weil er sich so kümmere.

Stolz auch bei Architektin Milica Glavac, die nicht nur den symbolischen Schlüssel überreichte, sondern auch noch ihren Geburtstag feierte und mit ihrer vierjährigen Enkelin Lina im Atrium des Hauses einen Baum pflanzte. Auch der frühere Kinderklinikchef Prof. Hans Reddemann zeigt sich beeindruckt. „Den Vereinsmitgliedern kann man für ihr Engagement gar nicht genug danken“, sagen die Schornsteinfeger Tobias und Gerhard Grugel aus Richtenberg, die zur Einweihung extra als Glücksbringer angereist waren. Dirk-Michael Brüllke, Schulleiter in Altentreptow, der mit seinem Schalmeienorchester seit Jahren den Verein unterstützt, schmetterte mit seinen Musikanten, darunter eine ehemalige Patientin der Kinderonkologie, ein Dankeschön-Potpourri. Als Wunsch des Vereins bleibt nun noch der Verkauf des alten Elternhauses an das Berufsbildungswerk. Das Geld soll in Spielplatz und Außenanlagen fließen.

Cornelia Meerkatz

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